Corona-News Jan 2022: Besser als Schnelltests! Corona im Abwasser als verläßliches Frühwarnsytem & Corona-Forschung. Ausgebremst – Klinische Studien in Deutschland

Corona-News Jan 2022

Corona im Abwasser als verläßliches Frühwarnsytem!
Wasserwerke bzw. Politikerer in der Pflicht.
Forschung aktuell (Deutschlandfunk): Pandemie – Abwasser als Corona-Frühwarnsystem

Das Coronavirus wie neue Mutationen lassen sich auch im Abwasser der Wasserversorger nachweisen – und das schon einige Tage, bevor offizielle Testergebnisse vorliegen. Seit das bekannt ist, nutzen etliche Länder solche Untersuchungen als Frühwarnsystem. In Deutschland ist es noch nicht soweit.
Birne
Rudek fragt: Warum eigentlich nicht? Weil hier der Leitsatz gilt: Jeder soll sich eigenverantwortlich einreihen in lange Schlangen bei Eiseskälte von den Testzentren, um sich dann einem völlig unzuverlässigen Schnelltest auszuliefern. Gewiss ist die Konzentration von Coronaviren in der Luft der Testzentren (Viruslast) nicht gering und die Ansteckungsgefahr entsprechend hoch. Abgesehen davon wird mit dubiosen Schnelltests eine ganze Menge Geld geschäffelt. Übrigens, was die Zuverlässigkeit von Tests betrifft, wußten Sie, dass in Österreich jeder Bürger einmal in der Woche einen Anspruch auf einen kostenfreien zuverlässigen PCR-Test hat? Wäre es nicht besser, sinnvoller und auch kosteneffizienter, in Deutschland alle Wasserbetriebe anzuweisen bzw. zu verpflichten, die Abwässer auf Corona-Viren zu untersuchen und die Ergebnisse zu veröffentlichen? Zumal sich viele Personen aus oben dargelegten wie anderen Gründen NICHT testen lassen, was bedeutet, dass die Inzidenzwerte auf völlig unzuverlässigen Daten basieren! [Immerhin hat auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in seinem „Info-Brief“ vom 14.06.21 erwähnt: „Auch die Dunkelziffer, die Anzahl der Symptomlosen und nicht getesteten Personen, könnten erfasst werden“.] Siehe hierzu auch
Impfpflicht, Inzidenzen, Extremismus – Markus Lanz: ungefragtes und unterschwellige Botschaften.

Die hörenswerte Kurz-Reportage „Abwasser als Corona-Frühwarnsystem“  im Rahmen der Reihe „Forschung aktuell“ von Hellmuth Nordwig, ausgestrahlt am 20.07.2021 im Deutschlandfunk, können alle Interessierte nachhören unter https://www.deutschlandfunk.de/pandemie-abwasser-als-corona-fruehwarnsystem-100.html

Und zu den Schnelltests berichtete kürzlich (9.1.22) die Tagesschau unter dem Titel „Fragwürdige Schnelltests“, freilich ohne auf die bessere und aussagekräftigere Alternative hinzuweisen.

„Das Problem: Derzeit basieren die Testzulassungen vor allem auf Herstellerangaben. Erst im Mai soll sich das europäische Zulassungsverfahren ändern, fragwürdige Tests können aber wegen einer Übergangsfrist potenziell bis 2025 auf dem Markt bleiben – und sind es auch aktuell, wie Recherchen von Monitor und „Business Insider“ gezeigt haben.
Eine flächendeckende unabhängige Evaluierung aller verfügbaren Tests fordert Arne Weinberg von der Verbraucherzentrale NRW. Gerade auch bei Selbsttests müssten die Nutzerinnen und Nutzer Klarheit haben. Der Gesundheitsmarktexperte sieht, wie auch Virologe Keppler, ein großes Informations- und Transparenzdefizit im Bezug auf die Qualität der Schnelltests, die in Deutschland verkauft werden dürfen.“

Smiley DollarÜbrigens: Wußten Sie, dass für den Bund bereits bis zum August letzten Jahres (2021) Kosten von mehr als 3 Mrd. € für die Schnelltests angefallen sind (zdf heute)? Im Vergleich dazu nimmt sich die Summe von 720.000 €, die das Bundesministerium für Bildung und Foschung (BMFT) für das Projekt „SARS-CoV-2 Genom im Abwasser“ bewilligt hat,Warnschild bescheiden aus (s.„Info-Brief“ S.9). Ein trauriges Beispiel, wie auch fiskalpolitisch die falschen Prioritäten gesetzt werden. Statt das Potenzial unserer größtenteils öffentlichen Wasserwerke als diagnostisches Frühzentrum zu nutzen und dann bei entsprechenden Corona-Werten jedem Bürger wöchentlich einen PCR-Test zu ermöglichen (wie in Österreich), wird an den Schnelltests mit samt privatisierter Infrastruktur festgehalten. Da beantwortet sich die Frage „Cui Bono – Wem nutzt es?“ nahezu von selbst.

Auch hörenswert ist die dlf-Reportage Corona-Forschung. Ausgebremst – Klinische Studien in Deutschland“ von Volkart Wildermuth, ausgestrahlt am 05.12.2021:

„Aber wo ist der deutsche Beitrag in den Kliniken? Wenn es um Studien zu Medikamenten und Therapien geht, verblasst die Leistung Deutschlands. So zumindest das Fazit einer noch nicht begutachteten Forschungsarbeit aus der Schweiz: „Alles in allem war der deutsche Beitrag zu den weltweiten klinischen Covid-19-Studien relativ bescheiden. Es gab einzelne exzellente Beispiele für erfolgreiche Studien. Aber die meisten konnten ihre Ziele nicht erreichen und konnten die dringend benötigten Erkenntnisse nicht liefern.“
Für das Jahr 2020 fanden die Autoren 65 deutsche Studien zu Corona. Es ging um Remdesivir, Dexamethason, Hydroxychloroquin, Antikörper oder eine Blutwäsche zum Entfernen von Entzündungsstoffen. Aber nur 17 der 65 Studien haben tatsächlich Ergebnisse publiziert. Am Geld allein kann es nicht gelegen haben.“

Tatsächlich ist die Datenlage, die ja die Grundlage für politische Massnahmen ist, mehr als nur fragwürdig:

„Der Neurologe Ulrich Dirnagl: „Also, nach allem, was wir wissen, ist in Deutschland nur jeder hundertste Patient, der mit der Diagnose Covid in ein Krankenhaus eingewiesen wurde, in eine klinische Studie eingeschlossen worden. Das ist eine sehr, sehr niedrige Rate.“
In Großbritannien war es jeder Sechste. Ulrich Dirnagl entwickelt an der Charité Strategien, um medizinische Forschungsergebnisse belastbarer zu machen. Die Corona-Pandemie hat seiner Ansicht nach wie ein Vergrößerungsglas bestehende Probleme sichtbar gemacht.“ Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/ausgebremst-deutschlands-klinische-studien-in-der-corona-pandemie-100.html

Smiley ÄrgerDa stellt sich dann doch die Frage, nach welchen Kriterien die Auswahl von „geeigneten“ Patienten erfolgt und vor allem wie repräsentativ diese hochgradig selektiven Forschungsergebnisse für politische Entscheidungen sein können.


UN-Sonderbeauftragter über Folter Nils Melzer kapituliert / Wird der Fall Julian Assange von der Politik zur Chefsache? Update 1

Der Jurist Nils Melzer tritt von seinem UN-Mandat als Sonderberichterstatter über Folter zum März zurück und wird zum 1. Juli beim Internationalen Roten Kreuz die Stelle des Direktors für Internationales Recht, Politik und humanitäre Diplomatie besetzen. Melzers UN-Mandat wäre erst im November ausgelaufen.

Vor kurzem sah sich Melzer mit einer Schmutzkampagne, initiiert von der Süddeutschen Zeitung, konfrontiert. Ihm wurden nicht nur „fragwürdige Methoden“ unterstellt, sondern auch eine Nähe zum Kreml, zu Rechtsextremisten und Verschwörungstheoretikern. Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung verweigerte dem UN-Sonderberichterstatter die Möglichkeit einer korrigierenden Gegendarstellung.

Melzer übte sein Mandat seit 2016 aus. Mediale Aufmerksamkeit in Deutschland erlangte er durch sein Engagement für den Journalisten und Gründer von Wikileaks Julian Assange. In seinem Buch „Der Fall Julian Assange. Geschichte einer Verfolgung“ beschrieb er detailliert, wie Julian Assange Verbrechen des amerikanischen Militärs aufdeckte und auf seiner Internetplattform veröffentlichte. Auch die Anzeigen aus Schweden gegen Assange und deren Verlauf wie die Rolle der schwedischen Justiz werden von Melzer genauso faktenreich dargestellt wie die Flucht von Assange nach London in die Botschaft von Ecuador und seine Auslieferung an die britische Justiz nach einem Regierungswechsel in Ecuador.

Smiley nachgedachtNun wird jemand, der das Mandat eines UN-Sonderbeauftragten antritt, als psychologische Voraussetzung für die Ausübung dieses Mandats ein dickes Fell mitbringen und weder vor einer Schmutzkampagne einknicken noch wegen haltlosen Unterstellungen sein Mandat aufgeben. Vermutlich wird sich Nils Melzer durch eine nüchterne Bilanz seiner Durchsetzungskraft zu diesem Schritt entschieden haben. Bereits in seinem Buch über Julian Assange beschreibt Melzer sehr genau, wie das formelle Verfahren abläuft, wenn er als Sonderbeauftragter eine demokratische Regierung kontaktiert, um Folter-Vorwürfen nachzugehen, um diese auf ihre Berechtigung hin zu prüfen. Und es ist erschreckend zu lesen, wie ihm als UN-Sonderbeauftragten mit dem Status eines Diplomaten auch formalrechtlich Steine in den Weg gelegt worden sind und ihm seine Tätigkeit massiv erschwert worden ist. Was Melzer gewiss auch mit zu seiner Entscheidung bewegt hat, waren die Andeutungen der „Journalisten“ in der Süddeutschen:

„Kann es sein, dass dieser UN-Berichterstatter mit seinem Aktivismus Grenzen überschreitet? Wer kontrolliert solche Kontrolleure überhaupt? Von den UN in Genf ist dazu nur indirekt ein Kommentar zu erhalten: ‚Sonderberichterstatter haben keine anderen Sprecher als sich selbst.‘ Melzers Mandat läuft noch bis November.“

Gewiss wird Melzer auch in seiner neuen Eigenschaft beim Internationalen Roten Kreuz das Schicksal von Julian Assange verfolgen. Und wer weiß, ob er in dieser Eigenschaft noch andere, möglicherweise bessere Mittel zugunsten von Julian Assange zum Einsatz bringen kann.

Twitter Assange im WahlkampfNun ist erst einmal die deutsche Politik gefordert, den Fall Julian Assange zur Chefsache zu machen. Reporter ohne Grenzen fordert kürzlich den Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf:

„Deshalb muss Bundeskanzler Scholz nächste Woche bei US-Präsident Biden darauf dringen, dass die Anklage fallengelassen wird. Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung einer ‚wertebasierten Außenpolitik‘ verschrieben. Das schließt mit ein, verbündete Regierungen wie Großbritannien und die USA zu kritisieren. Es ist überfällig, dass sich die neue Bundesregierung klarer positioniert als die Regierung Merkel“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen (RSF).

Um den Forderungen dieser Pressekonferenz mehr Nachdruck zu verleihen, fand die Pressekonferenz auch mit dem Bundesvorsitzenden des deutschen Journalisten-Verbands (DJV) wie der Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und dem Geschäftsführer von Netzwerk Recherche statt. Zugeschaltet war neben anderen Teilnehmern journalistischer Organisationen aus dem deutschsprachigem Ausland auch Günter Wallraff.

Über die Presseresonanz mag sich jeder selbst ein Urteil bilden. Im Berliner „Tagesspiegel“ wurde am 1.2. ein Artikel mit dem Titel „Kanzler muss etwas für Assange tun. Journalistengruppen mahnen vor USA-Reise“. Der Artikel stand auf Seite 23!

Kommentar Rudek: So wichtig es auch ist, dass journalistische Organisationen, die sich dem investigativem Journalismus verpflichtet fühlen, die Freilassung von Julian Assange fordern, so fragwürdig ist der Hinweis auf eine „wertebasierte Außenpolitik“ mit einem Staat, der sich weder von der Todesstrafe verabschiedet hat, noch die Waffengesetzgebung einschränkend novelliert, noch die richtigen Lehren aus dem NSA-Skandal gezogen hat. So erinnert Nils Melzer in seinem Buch zurecht:

„Nachdem die Snowden-Leaks im Jahr 2013 die gezielte Überwachung deutscher Spitzenpolitiker durch die NSA enthüllt hatten, wurde zunächst natürlich publikumswirksam protestiert, ein deutsch-amerikanisches „No-Spy“-Abkommen gefordert, ein Untersuchungsausschuss eingesetzt und sogar ein Strafverfahren wegen der Telefonüberwachung von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeleitet“ (Melzer, Der Fall Julian Assange, S. 238).

Alles verlief im Sande. Ein Sturm im Wasserglas. Über die Gründe wie über ausstehende Forderungen ist damals auf diesem Portal unter dem Titel „BND-NSA Skandal, Freihandelsabkommen und warum ein No-Spy Abkommen ins Leere läuft. Ein Diskussionspapier von Thomas Rudek“ ausführlich berichtet worden. Und so ist zu erwarten, dass sich die vertraulichen Gespräche zwischen Scholz und Biden auf die Ukraine konzentrieren und Assange mit keinem Sterbenswort erwähnt werden wird – ganz im Gegensatz zum Fall Nawalny. Hier wurde gegenüber dem Kreml stets Klartext gesprochen (so auch den Klartext bei Assange vermissend Melzer, S.239).

Whistleblower und deren Schutz stehen in diesem Land nicht auf der Agenda. Erinnern Sie sich noch an den Namen Margrit Herbst? An jene Veterenärin, die den BSE-Skandal in Schleswig-Holstein aufgedeckt hat? Das Netzwerk zwischen Politik und Fleischindustrie reichte soweit, dass sie nie wieder eine Anstelllung gefunden hat und auf Sozialhilfe angewiesen ist. Ihre Rehabilitierung ist bis heute nicht erfolgt:

„2016 beriet der Schleswig-Holsteinische Landtag über einen Antrag der Piratenpartei, den Einsatz von Herbst zu würdigen, den von ihr geäußerten BSE-Verdacht als „nicht ausgeräumt“ zu bezeichnen und eine Entschädigungszahlung zu leisten. Der Antrag wurde mit den Stimmen aller anderer Fraktionen abgelehnt.“

Übrigens: Auch der grüne Überflieger Robert Habeck gehörte damals dem Landtag in Schleswig-Holstein an und machte zum Fall der Vetenärin Margrit Herbst keine gute Figur (s.a. BSE-Tierärztin : Der Fall Margrit Herbst wird neu aufgerollt„). .

Über Vorschläge für einen gesetzlichen Schutz von Whistleblowern vor allem in der Finanz“industrie“ siehe hier.

Süddeutsche Zeitung startet Rufmord-Kampagne gegen UN-Beauftragten über Folter Nils Melzer / Update 1

SZ Vereinte Nationen Die fragwürdigen Methoden des Nils Melzer

propagandistische Stimmungsmache von der übelsten Sorte!

Der Jurist Nils Mezer, der am 1. November 2016 vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zum Sonderberichterstatter über Folter ernannt worden ist, sieht sich durch einen Artikel der Süddeutschen Zeitung einer Rufmord-Kampage ausgesetzt. Jetzt wird er von den Autoren als angeblicher Sympathisant in die Ecke von Verschwörungs-theoretikern und Rechts-extremisten  gestellt. Da darf auch die Unterstellung seiner besonderen Nähe zur russischen Regierung nicht fehlen. Die „Autoren“ enden:

„Kann es sein, dass dieser UN-Berichterstatter mit seinem Aktivismus Grenzen überschreitet? Wer kontrolliert solche Kontrolleure überhaupt? Von den UN in Genf ist dazu nur indirekt ein Kommentar zu erhalten: ‚Sonderberichterstatter haben keine anderen Sprecher als sich selbst.‘ Melzers Mandat läuft noch bis November.“

Melzer hat schriftliich Stellung bezogen und fordert von der Süddeutschen seine Gegendarstellung auch zu veröffentlichen. Die Redaktion ist bisher seiner Forderung nicht nachgekommen.

Obwohl die SZ-Redaktion auf die Mängel im ursprünglichen Artikel hingewiesen wurde, verweigerte sie ausdrücklich die Veröffentlichung einer Gegendarstellung oder Replik.“

Mediale Aufmerksamkeit konnte Nils Melzer mit der Buch-Veröffentlichung „Der Fall Julian Assange: Geschichte einer Verfolgung“ erzielen.

Smiley AugeKommentar Rudek: Dass die Süddeutsche Zeitung jetzt auch gegen Nils Melzer als wichtigstem und bekanntestem Fürsprecher von Julian Assange mit Lügen und Unterstellungen Stimmung macht, verwundert nicht. Denn gerade im Fall von Julian Assange – dem „Staatsfeind“ der USA – scheint die transatlantische Bündnistreue in den europäischen Chefetagen der Meinungsindustrie exakt das Ergebnis zu bestätigen, dass der Medienwissenschaftler Uwe Krüger bereits 2011 in seiner Dissertation Leitmedien und ihre Nähe zu Politik- und Wirtschaftseliten“ empirisch ermittelt hat. In seiner empirischen Untersuchung konnte er aufzeigen, warum sich viele Medien bzw. deren Gatekeeper in die Propagandamaschine der US-Regierung einspannen lassen.

Zu der Frage, welche Art der Beeinflussung der Journalisten durch die Eliten vorliege, vermutet Krüger, dass „Journalisten mit Eliten-kompatiblen Werten und Meinungen höhere Chancen (haben), Zugang zu den höchsten Kreisen zu bekommen, und die Einbindung in das Elitenmilieu verstärkt dann über die Zeit hinweg die Konformität. Das heißt auch: Journalisten mit Eliten-kompatiblen Meinungen haben bessere Chancen, Karriere zu machen, denn sie können im eigenen Haus und in der Branche mit exklusiven Informationen und hochrangigen Interviewpartnern punkten.“

Im Fall der Netzwerk-Analyse von Uwe Krüger konnte sogar nachgewiesen werden, dass leitende Redakteure und Herausgeber nicht nur als unbahängie Beobachter in die transatlantischen Bündnissarbeit eingebunden waren, sondern auch für ihre systemkonforme Mitarbeit an der herrschenden Meinung finanziert werden. Ertappt bzw. kalt erwischt fühlten sich (nicht nur) der Zeitherausgeber Josef Joffe und der Journalist Jochen Bittner, vor allem als in der ZDF-Satire Sendung „Die Anstalt“ die Krüger-Studie zum Leitthema erhoben wurde. Joffe und Bittner klagten und unterlagen vor Gericht.

Persönlich ist für mich die Süddeutsche Zeitung schon lange unten durch. Spätestens als mit der ganzseitigen Anzeigenkampagne von Prominenten „Wir haben das Jammern statt“ für den Genossen der Bosse Gerhard Schröder (SPD) und seinen Helfershelfer und Vollstrecker SZ Promis unterstützen Schröder Wir haben das Jammern sattWolfgang Clement (SPD) gegen Hartz IV Betroffene mobilisiert wurde. Damals konnte jedermensch erkennen, dass die oft beschworene Pressefreiheit ihren Preis hat, aber ihren Wert verloren hat.

Zu den Mitinitiatoren dieser Schmieren- und Hetzkampagne gehört auch Manfred Bissinger, dessen Vater als überzeugter Nationalsozialist Pressereferent beim wirtschaftspolitischen Amt der NSDAP und später bei der Deutschen Arbeitsfront tätig war. Er schrieb auch für den „Völkischen Beobachter“. Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm! Und so wundert es auch nicht, dass auch der Freund und Schriftsteller Günter Grass, der Architekt Prof. Albert Speer, derr damalige BDI-Chef Michael Rogowski, Unternehmensberater Roland Berger zu den Mitunterzeichnern gehören – Promis einer ganz gewissen Coleu.

Es gehört zum guten Ton dieser Zeitung, dass sie natürlich auch ihre Leserschaft gerade in Krisenzeiten durch „Good News“ bei Laune bzw. bei der Stange halten will und entsprechend prophetisch die Krise schön redet. Wie der Volkswirt Conrad Schuhler nachweist, sieht die Lage anders aus:

„Zur aktuellen Konjunkturprognose für Deutschland fiel der Süddeutschen Zeitung der Titel ein: „Vieles wird gut“. Tags darauf noch eins drauf: „Die Inflation ist besser als ihr Ruf“. Die Wahrheit sieht anders aus. Statt der „erwarteten kräftigen Erholung“, meldet das ifo-Institut, würde es 2022 nur um 2,5 % nach oben gehen. Im 2. Quartal 2020 war das BIP im Euroraum um 15% abgestürzt, bis Anfang 2022 hatte man das Niveau von 2019 noch nicht erreicht. In Deutschland soll 2022 ein Wachstum von 3,7% erzielt werden, das 2023 wieder auf 2,9% sinken würde. Die Inflation soll schneller steigen: 2022 auf 3,1%, 2023 auf 3,3%. Der aktuelle Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung spricht von einem preisbereinigten Wachstum von 3,6 % für 2022 und davon, in diesem Jahr wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen„, so ernüchternd der Volkswirt Conrad Schuhler in einem sehr lesenwerten Artikel.

 

Nils Melzer Auslieferung Assanges rechtlich gar nicht zulässigSmiley Buch aniWas unabhängig von derartigen Rufmordkampagnen gegen Nils Melzer einerseits und schönrednerischen Artikelln zur Pandemie andererseits zu hoffen bleibt: Dass Melzers im November auslaufende Mandat vom Menschenrechtsrat der UN verlängert wird und er weiter als Sonderbeauftragter für Folter den Regierenden nicht nur auf die Finger schaut. Und vergessen Sie bitte nicht die hochspannende und erkenntnisreiche Lektüre seines Buches: „Der Fall Julian Assange: Geschichte einer Verfolgung“.

DIE KERN- & SCHLÜSSELFRAGE zur Pandemie: Können wir uns aus der Pandemie herausimpfen? Markus Lanz und Prof. Hendrik Streeck

Obwohl die Zahl der Impfdurchbrüche auch bei vollständig Geimpften steigt und auch die sogenannten älteren „Vulnerablen“ auf der Intensivstation landen, breitet sich ein Impftotalitarismus aus, der gerade vor dem Hintergrund der fragwürdigen Qualität der wenigen zugelassenen Impfstoffe nicht länger nachvollziehbar ist. Nicht nur, dass auch „vollständig“ Geimpfte über keine vollständige Immunität verfügen, sondern trotz Impfungen auch weiterhin Virusüberträger sein können, und b) die sogenannte „Schutzwirkung“ nicht einmal von langer Dauer ist, mit der Folge, dass bei mehreren Impfungen im Jahr der Impfstreß auch für das Immunsystem wächst, wird eindimensional am „Impfen, Impfen, Impfen“ als totalitärer Doktrin fanatisch festgehalten. Was das für die Umsetzung auf kommunaler Ebene bedeutet, beschreibt der „Pragmantiker“, beser. Fanatiker, Boris Palmer Smiley kotz von den Grünen, erneut zu Gast bei Markus Lanz am 25.1.2022.

Neben diesem schwatzhaften Drescher totalitärer Plattitüden war auch die Journalistin Corinna Milborn aus Wien zugeschaltet. Und wenn Interessierte nach Gründen für den Vertrauensverlaust nicht nur in das Krisenmanagement der Pandemie suchen, dann liefert Frau Milborn die Gründe. In Österreich wurde nicht nur schon sehr früh auf den Testnachweis durch PCR-Tests gesetzt. Die Labore in Österreich können täglich 800.000 (!!!) PCR-Tests auswerten. Auch die Methode ist verbraucherfreundlich: Während man sich hierzulande in Deutschland für unzuverlässige Antigen-Schnelltests in den Schlangen vor den Testzentren bei Eiseskälte anstellen muss, um sich anschließend in der Nase einer unangenehmen Abstrichprozedur auszusetzen – die Viruslast in diesen Testzentren ist gewiss nicht gering – läuft das Verfahren in Österreich anders. Dort können die zuverlässigen Gurgeltests bequem zu Hause durchgeführt werden und bei der Besorgung des Einkaufs wird dann das beschrifete Röhrchen im nächsten Supermarkt abgegeben. Doch nicht nur das: In Österreich sind die PCR-Tests für die Bürger kostenfrei. Dem Staat entstehen Kosten von 6€. Wer sich in Deutschland einem PCR-Test unterziehen will, dem werden durchschnittlich 52€ in Rechnung gestellt – die überflüssigen Kosten für die Antigen-Schnelltests nicht Smiley Wut rot - Kopiegerechnet. Statt in Deutschland verbaucherfreundliche Verfahren zu entwickeln, werden hier Geschäftsmodelle im Rahmen des Pandemiemanagements entwickelt, die nur auf Abzocke ausgerichtet sind.

Doch nun der wichtigste Hinweis und die Frage: Warum Sie sich diese Sendung mit Markus Lanz unbedingt ansehen sollten! Weil in dieser Sendung die wichtigste Frage – wenn auch nur am Rande bzw. am Ende – gestellt wurde: Es geht um die Schlüsselfrage nach den Folgen von mehrmaligen Impfungen mit immer neuen modifizierten Impfstoffen auch für das eigene Immunsystem, kurz:

Können wir uns aus der Pandemie herausimpfen?

Markus Lanz stellte dem Virologen Henrik Streeck die Frage:
Lanz: „Wie oft kann man solche Impfungen setzen?“
Streeck: „Wir wissen es nicht. Das ist genau das Problem, dass wir so in die Tiefe der Immunologie da noch nicht vorgedrungen sind, um da die Effekte so genau zu verstehen.“

Solange diese Frage nicht durch umfassende, unabhängige Studien eindeutig beantwortet ist, verbietet sich jede Impfpflicht! Und dass bei aller berechtigten Kritik an den bisher zugelassenen Impfstoffen auch andere Möglichkeiten von Schutzmassnahmen – zumindest für die besser Betuchten existieren -, darauf ist bereits verwiesen worden (LINK). Übrigens: Ist es nicht bezeichnend, dass bei den gegenwärtig diskutierten und in Österreich bereits verabschiedeten Vorschlägen zu den finanziellen Smiley nachgedachtSanktionen für „Impfverweigerer“ die besser Betuchten sich leicht freikaufen können, hingegen von Armut Betroffenen dieser Flucht-, besser. Schutzweg verwehrt ist. Auch hier ein Beispiel für das Total-Versagen „unserer“ Volksvertreter, denen das Grundgesetz gleichgültig zu sein scheint! Vor dem Gesetz sind nach den gegenwärtigen Vorschlägen eben nicht alle gleich. Dabei hätten die Verantwortlichen hier die Möglichkeit gehabt, diesem verfassungsrechtlichem Gleichheits-Grundsatz zu entsprechen, nach dem Motto: Je reicher, um so höher fällt die Strafgebühr aus – gemessen am Einkommen UND Vermögen aus.

 

Sehenswert: Virenkiller aus der Hausapotheke (Update)

Buch staunVom Ende der Pandemie kann keine Rede sein. Die von der EMA zugelassenen Impfstoffe erfüllen die an sie gerichteten Erwartungen leider noch nicht. Geimpfte können nach wie vor andere Menschen anstecken, besitzen also keine Immunität und wie die Impfdurchbrüche zeigen, landen auch mehrmals Geimpfte auf der Intensivstation – vor allem Personen, die zu den „vulnerablen“ Menschen gehören und eigentlich geschützt werden sollten – so dargestellt in der ARD-Monitor-Reportage „Corona: Wirklich eine Pandemie der Ungeimpften?“ vom Smiley Ausrufung8.11.21.. Offensichtlich scheint sich auch in den Leitmedien die Erkenntnis durchzusetzen, dass alle Menschen gut beraten sind, sich um zusätzliiche Schutzmassnahmen zu kümmern. Aus der Reihe „Treffpunkt Medizin“ wurde das Thema „Virenkiller aus der Hausapotheke“ umfassend und leicht verständlich vorgestellt.

„Umso wichtiger sind antivirale Maßnahmen und Strategien, die bis jetzt in der Pandemie-Bekämpfung zu wenig Beachtung gefunden haben und nichtsdestotrotz sehr effektiv sein können. Dazu gibt es eine ganze Reihe von bewährten und gut erforschten Mitteln, die in keiner Hausapotheke fehlen sollten. In der Dokumentation kommen Forscher und Patienten zu Wort, deren Virenerkrankung (auch mit SARS-CoV-2!) in spektakulären Heilversuchen mit neuen Substanzen zum Gurgeln, Spülen und Inhalieren erfolgreich bekämpft werden konnten.“

Es ist nicht nachvollziehbar, dass diese Sendung vom 8. Januar 2022 in der Mediathek nicht mehr verfügbar ist. Gücklicherweise gibt es Youtube! Äußerst sehenswert und hilfreich, auch wenn die vorgestellten Mittel und Möglichkeiten (wie beispielsweise die Desinfizierung der Raumluft mit UV-C-Liicht oder Luftfilteranlagen zur Verringerung der Viruslast) nur jenen Personen vorbehalten bleiben, die auch über die entsprechenden finanziellen Ressourcen verfügen (siehe hierzu auch unten den in roter Schrift gehaltenen Hinweis auf ein Grundsatzurteil des Bundessozialgerichts zu Lasten der medizinischen Versorgung armer Menschen).

Über den klassenspezifischen Charakter der Corona-Pandemie ist nicht nur sehr früh auf diesem Portal verwiesen worden, sondern kürzlich auch im Deutschlandfunk in seiner Reihe „AgendHörena“ unter dem Titel „Entscheidet der soziale Status? – Wen die Pandemie besonders trifft“ mit dem Medizinsoziologen Dr. Timo-Kolja Pförtner und dem Hauptgeschäftsführer Der Paritätische Gesamtverband Dr. Ulrich Schneider diskutiert worden:

„Sie infizieren sich häufiger und schwerer mit Covid-19 und auch ihr Sterberisiko ist höher: Menschen in sozial benachteiligten Regionen. Die gesundheitliche Ungleichheit, die es schon vor der Pandemie gab, hat sich verschärft, so Experten. Aufgrund schlechterer Arbeitsbedingungen und beengterer Wohnverhältnisse haben arme Menschen ein höheres Risiko an Corona zu erkranken. Hinzu kommt der zeitweise Wegfall von Unterstützungsangeboten wie Tafeln, Schulessen und Sozialkaufhäusern infolge der Pandemie. Die Armutsquote hat mit 16,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. Wie sieht der Alltag der Betroffenen aus? Mit welchen Maßnahmen kann die Situation entschärft werden? Welche strukturellen Veränderungen sind nötig, um die soziale und gesundheitliche Ungleichheit zu verringern?“

Hier ist der Link zum Mitschnitt dieser Sendung von Deutschlandfunk: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2022/01/12/entscheidet_der_soziale_status_wen_die_pandemie_besonders_dlf_20220112_1008_4aef13bd.mp3

Smiley ÄrgerWie kürzlich der Tageszeitung „junge welt“ zu enthehmen war, hat das Bundesozialgericht in einem Grundsatzurteil auch eine wichtige Detailregelung zu Lasten der Ärmsten geändert: Bisher waren Krankenkassen gezwungen, kurze Fristen einzuhalten, um Anträge beispielsweise auf medizinische Reha-Maßnahmen zu bearbeiten. Wurden diese Fristen nicht eingehalten, galt der Antrag als bewilligt. Im Mai 2020 hat das Bundessozialgericht diese wichtige Regel zur Befristung von Anträgen kassiert. Erkrankte, die über ausreichend finanzielle Rücklagen verfügen und nicht lange warten wollen, können in Vorleistung gehen und haben gut Chancen auf Rückerstattung der entstandenen Kosten. Für von Armut betroffene Menschen sieht das anders aus. Sie haben das Nachsehen und sind entsprechend gefährdet. Der Sozialverband hat jetzt Verfassungsbeschwerde eingelegt.

„Für Menschen mit geringem Einkommen, die auf Hilfe angewiesen sind, weil sie einen schlechten Gesundheitszustand haben, ist es besonders wichtig, benötigte medizinische Leistungen zeitnah zu erhalten. Seit dem Urteil müssen sie schlechtere Standards hinnehmen; wenn sie etwa nach einem Unfall eine Zeitlang nur mit Gehhilfe raus können, diese aber nicht zügig bekommen, weil die Entscheidung sich hinzieht. Diese Menschen können nicht einfach sagen »Ich kauf’ mir das selber“
Verena Bentele (Präsidentin des ­Sozialverbands VdK Deutschland e. V.)

s. junge welt: »Sie müssen nun schlechtere Standards hinnehmen« -Verfassungsbeschwerde gegen Grundsatzurteil. Ärmere Krankenversicherte benachteiligt. Ein Gespräch mit Verena Bentele von Gitta Düperthal

Smiley MaskeSiehe auch: Junge Welt: Teurer Gesundheitsschutz – Sozialverbände und Erwerbsloseninitiativen fordern kostenlose FFP2-Masken und mehr Unterstützung für Arme