26.04.2012, dlf, 17:14, Rekommunalisierung Hamburg: Hat die Stadt sich über den Tisch ziehen lassen? von Verena Herb

Der Fall „Vattenfall“ und wie die Konzernniederlassung in Berlin an Hamburg verdient.

26.04.2012, dlf, 17:14, Rekommunalisierung Hamburg: Hat die Stadt sich über den Tisch ziehen lassen

Anmerkung Wasserbürger: Da der Hamburger Senat lediglich 25,1% von Anteilen am Hamburger Stromnetz-Betreiber Vattenfall Europe Distribution Hamburg (VE-DH) erwerben will, ist der Begriff der Rekommunalisierung irreführend und durch den Begriff der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP / PPP) zu ersetzen.

In diesem Zusammenhang lesenswert der Spiegel-Artikel: „Hamburger Senat verzichtet beim Kauf von Stromnetz-Anteilen offenbar auf Millionenprofite“ vom 22.04.2012

Auszug: In einem anonymen Schreiben ist der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz gewarnt worden „vor dem Erwerb von Anteilen am Hamburger Stromnetz-Betreiber Vattenfall Europe Distribution Hamburg (VE-DH). Das Unternehmen sei nur eine Art Strohfirma. „Betrieb, Wartung und Baumaßnahmen im Netz“ würden von einer Berliner Konzerntochter erledigt, der Vattenfall Europe Netzservice (VE-N). Laut „Fall Vatten“ vergibt die VE-DH „fast 100% sämtlicher Aufträge“ an die VE-N. Die Berliner schrieben saftige Rechnungen und sorgten für einen Transfer der dreistelligen Millionengewinne in die Hauptstadt. Erwerbe die Stadt – wie geplant – nur Anteile an der VE-DH, habe sie „keine Möglichkeit, an die Gewinne, die durch den Netzbetrieb erwirtschaftet werden, heranzukommen…“ Aus Sicht des Senats hat der „anonyme Brief… keine neuen Erkenntnisse gebracht. „Die wesentlichen internen Dienstleistungsverträge“ seien „offengelegt“ worden. „Aus Sicht des Senats“ gebe es „keine spezifischen Risiken“ für die Stadt.“ (Hervorhebung Wasserbürger).

Die Wasserbürger fragen:
Wer ist besser: Dilettanten oder die angeblichen „Profis“ der Nation?

Wenn im Sonderausschuss zur Prüfung der Berliner Wasserverträge trotz des Volksgesetzes zur Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge und des novellierten Informationsfreiheitsgesetzes immer noch unverblümt von Dokumenten gesprochen wird, die der Vertraulichkeit und damit der Geheimhaltung unterliegen, stellt sich die Frage, ob RWE und Veolia möglicherweise auch ähnliche Geschäftspraktiken wie der Vatttenfall-Konzern anwenden. Passgenau hierzu das Titelbild, obwohl der Artikel wie die Kurz-Reportage eindrucksvoll belegen, dass die Vertreter bürgerlicher Parteien beim Verkauf von Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge weniger von Dilettanten beraten waren, als von jenen „Experten“, die sich ganz besonders aufs Geschäftemachen zu Lasten der Bevökerung verstanden haben. Eines verdeutlichen die Beiträge: Alle Verträge im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge gehören veröffentlicht! Auch Verträge, die innerhalb eines Konzerns zwischen Töchterunternehmen geschlossen werden. Ausschlaggebend ist der Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer sich in diesem Bereich wirtschaftlich betätigen will, muss wissen, dass Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nicht geltend gemacht werden können, da das öffentliche Informationsinteresse stets Vorrang hat.

Die andere Presseschau: Spekulationsobjekt Wasser: Neuste Meldungen zur Kapitalisierung des Wassergeschäfts

Durch die Finanzkrise sind viele Anleger verunsichert und suchen Anlagen mit realem „Wertschöpfungsbezug“. Entsprechend reagieren die Banken, indem diese nicht nur Rohstoffmärkte, sondern auch die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und Wasser zum Spekulationsobjekt erheben. Besonders zu beklagen ist, dass sich an dieser Form der Spekulation auch die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken beteiligen (s. den Artikel Trinkwasser ist ein Megatrend an der Börse in der WELT vom 24.3.2012):

Thomas Koch schreibt: „… Eine im direkten Vergleich sehr überzeugende Performance von 120 Prozent hat auf Sicht von drei Jahren das 2005 von der Raiffeisen Centrobank (RCB) aufgelegte Open End Zertifikat auf den hauseigenen „Raiffeisen Wasser Basket“ erzielt. Seit Auflegung vor sieben Jahren ging es um knapp 40 Prozent nach oben… Durch diese starre Vorgehensweise kommt der brasilianische Wasserversorger Sabesp aktuell auf einen Anteil von fast 30 Prozent in dem Portfolio. Die Top 3 bestimmen zusammen über 60 Prozent der Performance. Eine echte Diversifikation ist damit kaum noch gegeben (WKN: RCB2EQ)…

Fazit: Anleger, die sich für die potenziellen Profiteure des notwendigen Kampfes gegen die langfristig drohende Wasserknappheit interessieren, finden am Markt zahlreiche Produktlösungen. Sinnvoll erscheinen dabei kostengünstige Konzepte, bei denen die Zusammensetzung und Gewichtung der Werte regelmäßig überprüft wird, so dass eine echte Diversifizierung gewährleistet ist.“

Frontal 21 Nachgehakt v 24.4.2012Immerhin meldet Frontal 21 Nachgehakt Lebensmittelspekulation (ZDF) am 24.4.2012, dass ihre Kritik an der Spekulation mit Grundnahrungsmitteln dazu geführt hat, dass die Dekka-Bank (Sparkasse) ihre Fonds zum Jahresende schließen will. Die Deutsche Bank prüft noch…

 

Und auch Christian von Hiller legt in der FAZ mit dem Artikel „Neue Fondskonzepte – Anleger setzen auf Wasser und Frontier Markets“ nach und verdeutlicht, mit wie viel „Rafiness“ und (krimineller) Energie hier neue Finanzprodukte strukturiert werden:

„Ein Klassiker unter den Themenfonds ist der Global Basic Fund der britischen Fondsgesellschaft M&G. Er wird seit seiner Auflegung im Jahr 2000 vom Fondsmanager Graham French verwaltet. French will mit diesem Fonds vor allem in Unternehmen investieren, die Güter und Dienstleistungen für den Grundbedarf aller Menschen herstellen. Denn diese Unternehmen können nach Frenchs Überzeugung unabhängig von der jeweiligen Lage der Weltwirtschaft wachsen. Allerdings ist der Global Basics relativ stark auf Aktien aus dem Rohstoffsektor ausgerichtet, weil hier ein großer Weltbedarf besteht. Zwar hatte der Fonds im vergangenen Jahr, das für Fondsmanager anspruchsvoll verlaufen ist, einen Wertverlust von knapp 10 Prozent. Doch auf drei Jahre gesehen konne der Fonds den Anteilswert um rund 100 Prozent steigern.
Junge Märkte

Carlos von Hardenberg konzentriert sich auf das Thema der ganz jungen, gerade entstehenden Aktienmärkte, Frontier Markets im Finanzjargon genannt. Er ist Fondsmanager bei Franklin Templeton und arbeitet somit eng mit der großen Schwellenmarkt-Legende Mark Mobius zusammen. Seit gut sechs Jahren investiert Hardenberg in Länder wie Kolumbien, Peru, Vietnam, Bangladesch, Turkmenistan, Nigeria oder Kenia. An einem Aktienindex auf diese Märkte orientiert er sich nicht. Bevor er in ein Land investiert, prüfe er die rechtlichen und makroökonomischen Rahmenbedingungen, sagt Hardenberg. Falle dies günstig aus, suche er konsequent nach attraktiven Aktien, unabhängig davon, ob sie ein großes oder kleines Gewicht in einem Index hätten.“

Bedenklich erscheint auch die Tonlage, mit der die ZEIT ihrer Leserschaft versucht, Wasser-Investments schmackhaft zu machen:

Wasseraktien Kühles Geschäft

Wasserfonds locken mit hohen Renditen. Die Wasserknappheit beheben sie nicht.

„Sein Geld vermehren und dabei noch etwas Gutes tun – das ist ein alter Gedanke, der sich nach wie vor gut verkauft. Von nachhaltiger Geldanlage ist dann gerne die Rede, und als solche gelten auch sogenannte Wasserfonds

… Unternehmen, die im Wassersektor arbeiten, werden sich vor Aufträgen kaum retten können, so das Kalkül vieler Investmentgesellschaften. Mittlerweile gibt es europaweit knapp 20 Wasserfonds, die meisten davon wurden erst in den vergangenen Jahren aufgelegt…

…Fondsexperte Liebe weist die Kritik an der privaten Wasserversorgung zurück. »In der Frühphase gab es sicherlich Übertreibungen, doch mittlerweile funktioniert das viel besser«, sagt er. Wichtig sei eben, dass die Preise von öffentlicher Seite reguliert würden, damit sie nicht ins Unendliche stiegen. Dann aber seien private Investitionen hilfreich, um der Wasserproblematik zumindest teilweise beizukommen. Die Kommunen hätten oft nicht das nötige Geld…“

Kommentar Wasserbürger: Die strikte Regulierung durch die öffentliche Hand ist schon aufgrund der sozialpartnerschaftlichen Ausrichtung so genannter Privater-Öffentlicher-Partnerschaften („teilweise“) nicht möglich, was sich am Beispiel der Berliner Wasserbetriebe verdeutlichen lässt. Sobald es um die Maximierung der Gewinne geht, kennen die Privaten kein Pardon. Interessierte vergleichen bitte die beiden aktuelle Berichte in der Berliner Morgenpost von Jens Anker:

12.04.12 Millionen-Forderung – Berlinern drohen noch höhere Wasserpreise von Jens Anker

13.04.12 Investoren fordern von Berliner Wasserbetrieben Millionen von Jens Anker

 

 

Griechenland: Privatisierung solls richten, wenn es nach Juncker und Dieckmann geht

Privatisierung
Juncker will Treuhand für Griechenland

Der Chef der Eurogruppe hat Griechenland eine Privatisierung seines Staatsbesitzes nach dem Modell der Treuhand in Ostdeutschland vorgeschlagen. Allianz-Chef Diekmann empfiehlt eine Art Marshall-Plan. Angeblich reicht das Geld in der Staatskasse noch bis zum 18. Juli…

Allianz-Chef: Griechenland braucht eine Art Marshall-Plan

Allianz-Chef Michael Diekmann fordert für das verschuldete Griechenland einen umfassenden Aufbauplan nach dem Vorbild der US-Hilfen für Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Umschuldung werde nicht genügen, mit Geld allein sei das Problem nicht zu lösen, sagte Diekmann der „Bild“-Zeitung (Montagausgabe) laut Vorabmeldung. „Wir brauchen einen Industrialisierungsplan für Griechenland, eine Art Marshall-Plan. Es müsste Arbeit und Produktion aus ganz Europa nach Griechenland statt nach Osteuropa oder Asien verlagert werden. “Die Folgen eines Staatsbankrotts von Griechenland wären unbeherrschbar„, füge er hinzu. Dann drohe eine zweite Finanzkrise…

Umfangreiches Privatisierungsprogramm

Wenige Tage vor der Präsentation eines neuen griechischen Sparprogramms hatte die US-Ratingagentur Fitch erneut deutlich die Kreditwürdigkeit Griechenlands herabgestuft. Die Bonität sank um gleich drei Noten von «BB+» auf «B+».

Das Geld in der Staatskasse Griechenlands reicht noch bis zum 18. Juli. Dies berichtet die Zeitung «Kathimerini». Sollten die Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht Grünes Licht für die nächste Tranche des Rettungspakets in Höhe von 12 Milliarden Euro bis Ende Juni geben, dann wird das Land am 18. Juli zahlungsunfähig sein, berichtete das konservative Blatt, weiter.

Athen will in den kommenden Tagen im Eilverfahren ein umfangreiches Privatisierungsprogramm starten. Nach Medienberichten soll Immobilienbesitz höher als bislang besteuert werden. Weitere Kürzungen von Löhnen im staatlichen Bereich und von Pensionen und Renten werden nicht mehr ausgeschlossen. Zudem sollen staatliche Immobilien verkauft und Unternehmen privatisiert werden, hieß es. Das neue Sparprogramm soll Anfang Juni vom Parlament gebilligt werden.

Ministerpräsident Giorgos Papandreou schloss erneut in einem Interview mit der Zeitung «Ethnos» (Sonntag) eine Umschuldung aus. Dies stehe nicht zur Debatte. Griechenland werde alle seine Schulden zurückzahlen, hieß es. (dpa)

http://www.fr-online.de/schuldenkrise/privatisierungen-juncker-will-treuhand-fuer-griechenland,1471908,8475572.html

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