14. August, ARD, 0.00 Uhr: Literaturverfilmung des Romans von Jose Saramago „Die Stadt der Blinden“ durch Fernando Meirelles (City of God)

Die Verfilmung von Literaturvorlagen ist stets eine besonders große Herausforderung. Das gilt erst recht für literarische Vorlagen des Literaturnobelpreisträgers Jose Saramago, denn seine Werke sind beklemmende und zugleich erkenntnisreiche Gesellschaftsparabeln, deren Tragweite filmisch nur schwer umzusetzen und zu vermitteln sind. Der brasilianische Regisseur Fernando Meirelles, berühmt geworden durch den preisgekrönten Spielfilm „City of God“ oder die John Le Carre Verfilmung „Der ewige Gärtner“, hat sich dieser Herausforderung gestellt und den Saramago-Roman „Die Stadt der Blinden“ mit den Hauptdarstellern Julianne Moore, Mark Ruffalo und Gal García 2008 verfilmt.

Im Folgeroman „Die Stadt der Sehenden“ hat sich die ehemals erblindete Gesellschaft emanzipiert, hat durch das Stadium der weißen Blindheit das Sehen im Sinne des Betrachtens und Verstehens erlernt. Die Folge dieses verstehenden Betrachtens ist das Durchschauen des politischen Schmierentheaters und der Legitimationsentzug durch die Bevölkerung, die anläßlich einer Wahl einen weißen Stimmzettel abgibt. Auf diese weiße Revolution reagieren die Herrschenden mit den üblichen Mitteln der Repression…

Wie der Protest hierzulande systemstabilisierend kanalisiert bzw. neoliberal gemanagt wird, läßt sich am 20. August, am Tag der offenen Tür der BundesRegierung, veranschaulichen. Proteste sind an diesem Tag an diesen Orten nicht zu erwarten, denn diese werden „sozialpartnerschaftlich“ umgeleitet… Wer sich also wundert, dass an diesem „Tag der offenen Tür“ alles friedlich verläuft, der sollte versuchen, sich dem verstehenden Betrachten zu öffnen. Die Lektüre der Romane des verstorbenen Jose Saramago helfen, sich diese Dimensionen zu erschließen.

s.a. Vom Sehsinn zum Scharfsinn – zur Erinnerung an den Literaturnobelpreisträger Jose Saramago

dlr-Kultur: Interview „Unser Trinkwasser ist schlechter als sein Ruf“

Unter der Ankündigung „Unser Trinkwasser ist schlechter als sein Ruf – Kritiker warnen vor Gefahr durch Antiobiotika und Erreger im Trinkwasser“ sendete Deutschlandradio Kultur im Sendeformat „Thema“ ein Interview mit Dr. Michael Angrick – Fachbereichsleiter Nachhaltige Produktion und Produkte, Abfallwirtschaft am Umweltbundesamt. Interessierte können das Interview hier nachlesen und nachhören.

Ein Interview in der „Süddeutschen Zeitung“ von Katrin Blawat mit dem Titel „Chlor im Trinkwasser  – Mit Chemie gegen den Dreck“ können Interessierte hier lesen.

13. August – Eine Menschenkette in Berlin gegen die Privatisierung und Kommerzialisierung unserer Grünflächen in Berlin

Der 13. August war ein bedeutender Tag für die deutsche Geschichte. Die Mauer trennte die Berliner. Die Mauern von heute trennen die Menschen von der Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung. Spekulanten und Immobilientrusts suchen nach sicheren Kapitalanlagen und nehmen dabei billigend in Kauf, dass sowohl das grüne Berlin wie die soziale Stadt Verwertungsinteressen und Gewinnstreben rücksichtslos geopfert werden. Am 13. August können wir ein Zeichen setzen. Mit einer Menschenkette können wir zeigen, dass wir uns für den Erhalt der Berliner Grünflächen einsetzen. Wir brauchen nicht mehr Mauern, sondern mehr öffentliches Grün für alle Berliner!

Und wer weiß: Wenn viele kommen, dann läßt sich vieles miteinander verknüpfen und noch mehr erreichen. Beispielsweise können Unterschriften für die 2. Stufe des Volksbegehrens GRUNDSCHULE gesammelt werden. Zwei andere Initiativen haben mit der ersten Stufe des Volksbegehrens begonnen: Gegen die Privatisierung der S-Bahn und für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr morgens sammeln die Initiatoren Unterschriften. Alles hängt miteinander zusammen: Ruhe, öffentliche und frei zugängliche Grünflächen in der Stadt wie ein funktionierender, zuverlässiger öffentlicher Nahverkehr – all diese Komponenten sind unerlässlich für ein gesundes Leben in der Stadt. Setzen wir uns gemeinsam für diese Ziele ein, mit einer Menschenkette am Samstag, den 13. August.

Ab 15.30 Uhr sind folgende Treffpunkte vorgesehen

Und natürlich bitten die Initiatoren darum, dass wir die Grünflächen nach der Menschenkette in einem guten Zustand wieder verlassen. Also bitte nicht vergessen: Unsere Grünflächen sind keine Mülldeponien!

8. August, 19.30 Uhr: Der tägliche Seiltanz von Pressesprechern

dRadio-Kultur: 08.08.2011 19:30 Uhr: Die Kunst, nicht zu lügen, ohne ehrlich zu sein. Der tägliche Seiltanz von Pressesprechern

Von Tim Lang und Thomas Klug

Alles ist bestens, alles läuft gut, es gibt keine Krise.
Solche Sätze werden Pressesprechern meist verziehen, auch wenn jeder weiß, der Politiker, die Firma, die Institution oder die Partei durchläuft gerade den schlimmsten Tag des eigenen Daseins.
Was sollen Pressesprecher dann auch sagen? Und es gibt die anderen Tage. Tage, an denen die Wahrheit eine Gratwanderung ist und nur durch eine geschickte Interpretation an der Lüge vorbeischrammt. Pressesprecher haben es schwer. Sie können nicht frei von der Leber weg reden. Es geht nicht um Klarheit oder Pointe, es geht darum, Sichtweisen, Meinungen und Ansichten zu transportieren.
Und manchmal geht es um mehr, dann nämlich, wenn sie sich schützend vor ihren Auftraggeber stellen müssen und hartnäckige Frage-Attacken abfangen sollen. Die Lüge ist dabei zumindest immer in Reichweite. – Oder?

Die Fragen kommen übrigens von der Presse. Und zu der sollte der Pressesprecher
auch noch ein gutes Verhältnis haben. Wie geht das?

Berliner SPD und die „wirkliche“ Rekommunalisierung

Rechtzeitig zum Wahlkampf in Berlin wird m Donnerstag, d. 18. August, von der AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) das Thema

„Erhalt der Öffentlichen Daseinsvorsorge und
WIRKLICHE Rekommunalisierung in Zeiten der Schuldenbremse“

(1. Diskussionsrunde) diskutiert.

Am Donnerstag, d. 18.8., um 19:30 Uhr
im Café Klatsch, Festsaal, Alt Tempelhof 46, 12103 Berlin.

Zugegen ist auch der Landesvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller. Näheres hier!