23. Okt. 2011, 18.15 Uhr, Phoenix (TV): „Bombays letzte Tropfen“

Bombays letzte Tropfen

Film von Peter Kunz

Wasser wird in der 20-Millionen-Metropole Bombay Mangelware. Fast die Hälfte der Einwohner besitzt keinen direkten Wasseranschluss. Die Infrastruktur kann mit dem rasanten Bevölkerungswachstum vor allem in den Slums nicht mithalten. Eine Stunde nur hält morgens der Druck im öffentlichen Leitungssystem, danach müssen die Slumbewohner an „Wassertankstellen“ Schlange stehen. Hier lassen sich die Besitzer eigener Wasserleitungen ihre Vorräte an kostbarem Nass gut bezahlen. In Bombay ist das Geschäft mit dem Wasser mittlerweile zu einem florierenden Wirtschaftszweig geworden.

Die Wasserversorgung ist vor allem ein Problem der sozialen Verteilung. Zunehmend wächst der Druck auf Indiens Städte wie die Unzufriedenheit ihrer Bewohner, vor allem in den ärmeren Vierteln. der Slumbewohner. Das Wasserproblem tickt als Infrastruktur-Zeitbombe. Steigende Einwohnerzahlen bedeuten immer noch mehr Müll, noch mehr Abwasser und ein noch höherer Bedarf an sauberem Trinkwasser. Eine Aufgabe, die Indiens Metropolen an ihre Grenzen stoßen lässt. ZDF-Korrespondent Peter Kunz und sein Team haben beobachtet, wie in Bombay mit Wasser gehaushaltet, um Wasser gestritten und gefeilscht wird. Sie begleiten auch einen Künstler, der einen kostenlosen Klempnerservice eingerichtet hat und im Kampf gegen die Wasserverschwendung undichte Wasserhähne reparieren lässt. Eine gute Tat, aber angesichts der Ausmaße der Problematik Wasser wirkt es wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

s. http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/bombays_letzte_tropfen/393196?datum=2011-10-23

Vorgemerktes für Kopfhörer

dlf = Deutschlandfunk / dlr = Deutschlandradio Kultur

So 23.10., 14.05, Kulturradio: 25 Jahre Prix Europa – Bestes Europäisches Feature 2006: „Lifestyle. Warum tragen Vietnamesen keine Adidas-Schuhe?“ Feature von Jens Jarisch

Mo 24.10., 19.30, dlr: „Mitregieren! Volksbegehren und Volksentscheide in Deutschland.“

Mi 26.10., 22.05, SWR2: „Meine Name ist: BND“ Feature von Ulrich Chaussy

Do 27.10., 19.30, dlr: „Gekaufte Wissenschaft – Wer bestimmt die Ziele der Finanzforschung?“

Bereits am 21.10. ging es in der dlf-Reihe „Campus & Karriere“ um das Thema „Wirtschaftswissenschaften in der Krise? – Wie stellen sich die Hochschulen auf die Krisen der Finanzwelt ein?“ Und die  eingefangen O-Töne von Studierenden wie Lehrpersonal stimmen nicht gerade hoffnungsfroh. Jedenfalls war nicht zu erkennen, dass sich die Fakultäten der so genannten Leitwissenschaften BWL und VWL am Wissenschaftsstandort Deutschland veranlaßt – besser: genötigt – sehen, den gewohnten Trott in Frage zu stellen. Bleibt abzuwarten, ob das halbstündige Feature am 27.10. einen berechtigten Anlass zur Hoffnung vermittelt und die zukünftige Wirtschaftselite der Finanzwelt anders agiert, wie das in dem Buch „Strukturierte Verantwortungslosigkeit – Berichte aus der Bankenwelt“ eindrucksvoll herausgearbeitet worden ist.

21.10., 21.30 Uhr, 3Sat: makro – Wenn Insider auspacken

Zur Sendung!

Informationen über Mißstände, Skandale verlassen selten die Orte, wo sie entstehen, denn Insidern – so genannten Whistleblowern – wird das Leben schwer gemacht, werden als „Netzbeschmutzer“ diffamiert und denunziert. Wenn diese Quellen nicht geschützt werden, dann droht ihnen das berufliche Aus. Doch es geht nicht nur um Skandale in kommerziellen Unternehmen und Betrieben. Auch in Verbänden, NGO’s und Bürgerinitiativen haben sich teilweise skandalöse Praktiken und Umgangsformen eingeschlichen, die nicht nur ans Tageslicht gehören. Die Diskussion um das „Cyber-Mobbing“ zeigt beipsielsweise eine der Schattenseiten der in diesem Fall „a-sozialen“ Netzwerke.

Auch bei Bürgerinitiativen gibt es Skandale, Mißstände und Intrigen, die unter den Teppich gekehrt werden sollen. So wurde der Rausschmiß von Sabine Finkenthei und Thomas Rudek, dem Verfasser und Sprecher des Volksentscheids, und anderen Personen durch die neue Sprechergruppe der Bürgerinitiative „Berliner Wassertisch“, die seit April das Ruder übernomen hat, mit einem angeblichen „Vertrauensbruch“ begründet. Wenn jedoch diese Sprechergruppe die mit dem Volksentscheid verbundene Zielsetzung verhindern will und wichtige Informationen vor der Bevölkerung geheim hält, dann müssen auch diese Machenschaften öffentlich gemacht und die Blockierer beim Namen genannt werden. Ein Hintergrundbericht, in dem auch die Ursachen der Spaltung des Wassertischs durch die neue Sprechergruppe dargestellt werden, ist in Vorbereitung!

http://www.whistleblower-netzwerk.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower

Plusminus (ARD), 12.10., 21.45 Uhr: Rückschau: Teures Nass Wie Wasserpreise außer Kontrolle geraten

Mehrere Monate mußten wir uns in Geduld üben, bis das Thema wieder einmal von Plusminus aufgegriffen wurde. Und wenn das „Berliner Sonderthema“ ausgeklammert wurde, hat das Warten doch gelohnt, oder?

Die Hoffnungen auf das Kartellamt zu richten, ist gewiss unzureichend, denn schließlich haben die Kartellwächter nur die Trinkwasserpreise im Visier. Die jüngsten Untersuchungen des Bundes der Steuerzahler im bevölkerungsreichsten Bundesland, NRW, blieben leider unberücksichtigt. Und an einheitliche Rahmenbedingungen zur Berechnung der kalkulatorischen Kostenstellen will offensichtlich niemand ran, nicht einmal die Thematisierung erscheint erwähnenswert!

Wer den Beitrag nachschauen möchte, der klickt hier oder unter
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,2vmdv0wr48i7afzs~cm.asp

14. Okt., 11.35 Uhr, dlf: Blaualgen im Binnensee

Blaualgen im Binnensee

Giftige Plage im Dümmer See verleidet den Wasserspaß

Von Susanne Schrammar

Der Dümmer See ist der zweitgrößte Binnensee Niedersachsens. Er liegt am Rande der norddeutschen Tiefebene und das wird ihm seit Jahren zum Verhängnis, denn diese Ebene wird landwirtschaftlich intensiv genutzt.

Zum Nachhören und Nachlesen hier!