Hörenswertes über den Faktor Mensch und die Rolle der Psychologie in der Ökonomie und über die „Freundschaft im Zeitalter ihrer technischen Optimierung“

Mo, 6.2., 19.04 Uhr – Kulturradio Berlin: „Der Faktor Mensch in der Ökonomie – Wie Psychologie und Wirtschaft miteinander zusammenhängen“

Mi, 8.2., 19.30 Uhr – dlr: „Freundschaft im Zeitalter ihrer technischen Optimierbarkeit – Gesellschaftliche Utopien der sozialen Medien.“

Von den Bilderberg-Konferenzen zur Wannseekonferenz

Hörspiel in der Nacht von Freitag auf Samstag, d. 27. / 28. Januar um 0.05 Uhr: Kein Wort zu Oosterbeek von Daniel Goetsch

Das Hörspiel beruht auf Recherchen zu den alljährlich stattfindenen Bilderberg-Konferenzen, auf denen seit 1954 auch die Welt-Elite ihr neoliberales Garn spinnt und weltweit Fäden und Strippen gezogen werden.  Und da ist es doch passend, dass das dlf-Magazin „Freispiel“ dem Mythos der Verschwörungstheorien auch gleich am Sonntag abend um 20.05 Uhr auf den Grund geht in der Sendung „Mythos Bielefeld“.

Auch wenn nur ein Protokoll aufgetaucht ist, so kann die Wannseekonferenz keiner Verschwörungstheorie zugeordnet werden und es ist bedauerlich, dass anlässlich des 70. Jahrestages kein Fernsehsender am 20. Januar auf die beiden Filmproduktionen zurückgriff, in denen die filmische Umsetzung des Wannseeprotokolls die nüchterne Brutalität der verwaltungstechnischen Durchsetzung des Massenmords vor Augen führt. Immerhin hat Phoenix am Sonntag zuvor um 14 Uhr die deutsche Filmproduktion „Die Wannseekonferenz“ von 1984 ausgestrahlt und Bayern III legte auch einige Tage später nach, allerdings stellt sich die Frage, warum ein so wichtiger Beitrag zur Erinnerungskutlur zu nachtschlafener Zeit ausgestrahlt wird. Auch beeindruckend ist die englische Adaption des Protokolls in dem Film „Conspiracy“ aus dem Jahr 2001 mit dem begnadeten Schauspieler Kenneth Branagh in der Rolle des Reinhard Heydrich. Diese Fassung wurde von arte 2010 ausgestrahlt – und zwar um 20.15 Uhr, also zu einer Sendezeit, die der Bedeutung dieses Themas gerecht wird.

Auch wenn der Umgang mit der deutschen Erinnerungskultur beim Leitmedium zu kritisieren ist, so hat – wieder einmal – eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt  positives geleistet:  Unter dem Titel „Von der Wannseekonferenz zum Remer-Prozess“ strahlt der Deutschlandfunk in der Sonntags-Reihe „Essay und Diskurs“ eine 4-teilige Reihe aus. Und so können wir zwar die Augen vor dem Zurückliegenden verschließen, aber nicht unsere gespitzten Ohren.

PFT-Skandal nimmt kein Ende

Über die Flüsse Möhne und Ruhr gelangten unter krebsverdacht stehende perflourierte Tenside in die Ruhr. 2006 war der Verdacht gegen erhebliche Widerstände ans Tageslicht gebracht worden. Auch hier mussten Journalisten die Umweltdaten von Klärwerken gerichtlich einklagen. Jetzt kommt der Fall vor Gericht. Im Wissenschaftsmagazin „nano“ wurde am 12. Januar über den aktuellen Stand berichtet.

1000ende Tonnen Uran auf unseren Böden und in unserem Trinkwasser

Unter dem Titel „Gefährliches Trinkwasser“ strahlte der NDR am 9.1.2011 eine spannende Reportage aus. Über Uran im Düngemittel landen hohe Konzentrationswerte im Trinkwasser. Eine spannende und aufschlussreiche Reportage von Dethlev Cordts. Nachzusehen hier.

Prof. Ewald Schnug vom Julius-Kühn-Institut in Braunschweig schätzt, dass mindestens ein Viertel, möglicherweise sogar zwei Drittel der Brunnen in Norddeutschland schon mit Uran aus Düngemitteln kontaminiert sind. Die Konzentrationen sind allerdings – von wenigen Ausnahmen abgesehen – noch relativ gering und nur schwer von der sogenannten Hintergrundbelastung zu trennen. Die Befürchtung der Wissenschaftler ist, dass das Uran aus der Düngung der letzten 60 Jahre erst in den nächsten Jahrzehnten in den Grundwasserleitern, einem Gestein oder Sediment mit Hohlräumen, das Grundwasser speichert oder transportieren kann, eintrifft. Dann könnte das Problem dringlich werden.

Schon 2008 hat Thilo Bode von der Verbraucherschutzorganisation foodwatch eine umfassende Information der Bürger durch die Behörden gefordert. Warum ist das bisher nicht geschehen?

Wenigstens wurde daraufhin ein Grenzwert für Uran in Mineralwasser eingeführt. Aber das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zögert, sich konsequent für eine umfassende Information der Menschen einzusetzen. Meine persönliche Vermutung ist, dass Ilse Aigner damit die Interessen der Düngemittelindustrie schützt.

Das vollständige Interview finden Interessierte hier.

Länderspiegel (ZDF) v. 7.1.2012: Mit dem Sperrkassierer (in Berlin) unterwegs

Länderspiegel vom 7.1.2012: Rund 50 Einsätze die Woche hat ein Sperrkassierer der Berliner Wasserbetriebe, um säumigen Kunden das Wasser abzudrehen. In einem Bericht von Matthias Hoffmann wird eindrucksvoll gezeigt, wie einfach das Zu- und Aufdrehen der Wasserleitungen funktioniert. Interessierte können sich mit den Details hier vertrautmachen.