Donnerstag, 8. März, 22.05 Uhr, Kulturradio Berlin: Die Atombombe denken – Psychologische Aspekte der Kernenergie

PERSPEKTIVEN

Die Atombombe denken
Psychologische Aspekte der Kernenergie

Von Christiane Henke

Die Perspektiven nehmen die Ereignisse in Fukoshima nach dem 11. März 2011 zum Anlass, einen Blick auf die geistesgeschichtlichen Voraussetzungen der Nukleartechnologie zu werfen. Inwieweit hat die Atomkraft nicht nur eine physikalisch-technische, sondern auch eine psychologische Dimension? Gibt es eine Geburt der Idee der Kernspaltung aus dem Geist des Christentums? Der Berliner Psychoanalytiker und Philosoph Wolfgang Giegerich hat sich damit in einem mehrbändigen Werk über die Psychoanalyse der Atombombe befasst. Lässt sich der Umgang mit Kernkraft auch als seelische Wirklichkeit begreifen?

FRONTAL 21, 6. März, 21 Uhr, ZDF: Qualität des deutschen Trinkwassers: Alarmzeichen

Uns allen wird beigebracht, dass in deutschen Landen mit der Wasserversorgung alles zum Besten steht. Gewiss erinnern sich einzelne noch an einige Meldungen über Uranwerte im Trinkwasser und auch alle Spandauer in Berlin werden sich noch an den letzten Sommer erinnern, als ihnen vom Senat empfohlen wurde, das Leitungswasser mindestens 20 Minuten abzukochen (Vattenfall wird sich gefreut haben). Heute präsentiert der Journalist Andreas Halbrach in Frontal 21 eine Reportage, in der auch der Wasser-Experte Harald H. Friedrich interviewt wird. Zur Erinnerung: Harald Friedrich war im Umweltministerium (NRW) als Abteilungsleiter tätig. Ihm ist es zu verdanken, dass die PFT-Belastung der Ruhr nicht totgeschwiegen wurde. Als aufrechter Whistleblower wurde ihm anschließend von der Behörde und der Landesregierung übel mitgespielt. Soviel zum Thema Informationsfreiheit im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge und dem Demokratieverständnis in diesem Land. Doch hier ein kurzer Auszug aus dem Interview:

„Frontal21: Was erwarten Sie von den Wasserversorgern?

Friedrich: Wenn die Wasserversorgung als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge in kommunaler Hand ist, dann unterliegt sie auch der kommunalen Kontrolle also auch der indirekten Kontrolle durch die Bürgerinnen und Bürger. In dieser Konstellation können die aus gesundheitlicher Sicht erforderlichen Maßnahmen schnell und direkt beim Wasserversorger durchgesetzt werden.

Geben Kommunen, die Haushaltsprobleme haben, ihr Tafelsilber zu dem auch die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung gehört – an Heuschrecken ab, dann verlieren Sie den Einfluss auf die technischen Investitionen der Trinkwasserwerke. Dann wird für ein Minimum an Investition ein Maximum an Gebühren dem Verbraucher abgepresst. Kostenintensive aber für die Wasseraufbereitung notwendige Investitionen bleiben auf der Strecke. Konstellationen wie die großen privatisierten bzw. teilprivatisierten Wasserversorger in weiten Teilen NRWs sind daher zu vermeiden oder abzulehnen.“

akustischer Rückblick im dlf auf die jüngsten Protestbewegungen

Aufstand gegen die Eliten (1/3)

Die Protestbewegung in Chile – Der Historiker Gabriel Salazar im Gespräch

Arabellion, Occupy-Bewegung, Aufstände in Spanien und Lateinamerika: 2011 war ein Jahr der Massenproteste. Was ist erreicht worden, was noch zu leisten? Was folgt, Resignation oder Radikalisierung? Zum Auftakt einer dreiteiligen Gesprächsserie unterhält sich Peter B. Schumann mit dem Sozialhistoriker Gabriel Salazar über die angespannte Situation in Chile.

Essay und Diskurs · 19.02.2012

Die spanische Bewegung der Empörten

Aufstand gegen die Eliten (2/3)

Im Rahmen unserer dreiteiligen Serie über die weltweiten Jugendproteste im vergangenen Jahr spricht Peter B. Schumann mit der spanischen Publizistin und Autorin des Buches Reacciona, Rosa María Artal über die zugespitzte Situation in Spanien nach den Jugendprotesten und dem Regierungswechsel 2011.

Essay und Diskurs · 26.02.2012

Können die Protestbewegungen etwas ändern?

Eine Zwischenbilanz der Proteste (3/3)

2010 war ein Jahr der Massenproteste, von der Arabellion über die Occupy Bewegung bis zu den Aufständen von Jugendlichen in Spanien und Lateinamerika gegen die dortige Bildungsmisere und Perspektivlosigkeit. In Essay und Diskurs zieht Zwischenbilanz der vielfältigen Protestbewegungen.

Was ist erreicht worden und was wäre noch zu leisten? Im Vordergrund steht dabei der Fragekomplex: Ist die anfängliche Euphorie inzwischen einer Resignation gewichen? Zeichnet sich gar eine Radikalisierung ab? Und wie steht es um die Gefahr der Verreinnahmung?

Peter B. Schumann unterhält sich mit dem Publizisten und Buchautor Mathias Greffrath.

Essay und Diskurs · 04.03.2012

 

In diesem Zusammenhang auch sehr hörenswert die Reihe

Die verlorene Generation

Vierteilige Serie über die Ursachen der Jugendproteste in Europa

Nach den Aufständen im Nahen Osten und Nordafrika protestieren auch in Europa Tausende. Die Jugendlichen in Portugal, Frankreich, Spanien und Großbritannien erheben ihre Stimmen gegen Arbeits- und Perspektivlosigkeit.

1. bis 4. März – Berliner Kongress: Sozialpsychologie des Kapitalismus

Vom 1. bis 4. März findet der NGfP Kongress 2012
„Sozialpsychologie des Kapitalismus heute – Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie“ zur Aktualität Peter Brückners mit vielen spannenden Themen und Vorträgen statt.

Programmheft:

http://www.ngfp.de/wp-content/uploads/2012/02/NGfP-Kongress-2012_Programm.pdf

Programmflyer:

http://www.ngfp.de/wp-content/uploads/2012/01/NGfP2012Programmflyer.pdf

Organisatorisches

Ort des Kongresses ist das Seminarzentrum der Freien Universität Berlin,in der Silberlaube (Erd­geschoss),Otto-von Simson-Str. 26,14195 Berlin.

Tagungsgebühren betragen bis zum 31.01.2012 für Studierende,Ausbildungskandidaten und Hartz IV-Empfänger (Statusgruppe I) 25€,für Mitglieder der NGfP (Statusgruppe II) 70€ und für Nicht-Mitglieder (Statusgruppe III) 150€.

Nach dem 31.01.2012 betragen die Gebühren für die Statusgruppe I 25€,für die Statusgruppe II 90€ und für die Statusgruppe III 170€.

In den Tagungsgebühren sind zwei italienische Mittagessen und Pausenkaffee enthalten.

Wenn Sie am geselligen Abend mit Buffet und Konzert von »The Incredible Herrengedeck« teilnehmen möchten,wird ein Beitrag von 10€ von der Statusgruppe I und 25€ von den anderen Statusgruppen erhoben.

Die Zertifizierung durch die Psychotherapeuten­kammer Berlin ist beantragt.

Anmeldung per Email bitte unter Angabe von Namen,Adresse,Status und ob Sie eine Teilnah­me am geselligen Abend wünschen an folgende Adresse:

orga@kongress2012.ngfp.de

oder per Post an:

Sozialpsychologie des Kapitalismus
Kongressorganisation
z. Hd. Dr. Christoph Bialluch
Hobrechtstr. 69
12047 Berlin

Bankverbindung:

Berliner Bank,BLZ 100 708 48,Kto 368 233 300
IBAN:DE62 100 708 480 3682333 00
BIC-/SWIFT-Code:DEUT DE DB110

(Bestätigung der Anmeldung erfolgt nach Ein­gang der Überweisung)
Programmflyer
CfP