Veranstaltungsreihe zum Thema Korruption

Dienstag, 28. Februar, 19 Uhr, Dr. Andreas Novak (Transparency Deutschland) „Wirtschaftskriminalität in der Rohstoffbranche“

Dienstag, 27. März, 19 Uhr: Jürgen Roth (Bestseller-Autor), „Unfair Play: Korruption im Sport“

Dienstag, 24. April, 19 Uhr: Prof. Dr. Hans See (Business Crime Control e.V.) „Kritik der kriminellen Ökonomie“

Dienstag, 29. Mai, 19:00 Uhr: Marc Münch (Clean State e.V.), „Wirtschaftskriminalität in Deutschland: Ein Fallbeispiel“

Veranstaltungsort:
“Wilma 163” – Wilmersdorfer Str. 163 – 10585 Berlin-Charlottenburg
Veranstalter:
Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit

 

VORGEMERKT: Hörenswertes am 28.02.2012, 19.15 Uhr, dlf: Praktiken und Risiken bei Public Private Partnerships

Der unerhörte Klang des Geldes

Praktiken und Risiken bei Public Private Partnerships

Von Egon Koch

Mit Beteiligung privater Unternehmen versucht die öffentliche Hand trotz aller Haushaltsdefizite und gekürzter Budgets eine Reihe außerordentlich großer Bauprojekte zu realisieren. Der Bau der Hamburger Elbphilharmonie oder der eines 75 Kilometer langen Abschnitts der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Bremen sind bekannte Beispiele für dieses Finanzierungsmodell…

… Der Hamburger Senat zum Beispiel bürdet seinen Bürgern die Erhöhung des zunächst kalkulierten Kostenanteils für die Elbphilharmonie von zunächst 77 Millionen auf heute fast 324 Millionen Euro auf…

Wasserbürger warnen vor Scheinlösungen: Normenkontrollklage gegen das Betriebegesetz lässt den Volksentscheid ins Leere laufen!

Wasserbürger warnen vor Scheinlösungen:
Eine Normenkontrollklage gegen das Berliner Betriebegesetz lässt den Volksentscheid ins Leere laufen

Berlin, d. 17.02.2012. Als vor einem Jahr in Berlin der erste Volksentscheid von einem breit aufgestellten Bündnis gewonnen wurde und die gesetzliche Offenlegung von Verträgen, Beschlüssen und Nebenabreden von Rechtsdokumenten, die im Zusammenhang mit der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe gefordert wurde, war der erste Schritt vollzogen. Denn das Offenlegungsgesetz war die Voraussetzung, um das eigentliche Ziel in Angriff zu nehmen: Die juristische Prüfung der Verträge bzw. ihre Vertragsanfechtung. Die Verträge bilden nicht nur die Geschäftsgrundlage der Teilprivatisierung, sie liefern mit Gewinngarantien zugunsten der privaten Anteilseigner RWE und Veolia auch die Ursache für die hohen Wasserpreise.

Seitdem sind von der Politik mehrere Geschütze in Stellung gebracht worden, die gegen alles Mögliche gerichtet sind, nur die Verträge werden von keinem dieser Geschütze ins Visier genommen. Dabei hat ein Arbeitskreis unabhängiger Juristen in einem Leitfaden zur Anfechtung der Verträge genau aufgezeigt, wie die Abgeordneten mit einer Organklage gegen die Verträge vorgehen könnten. Statt dieses Geschütz in Stellung zu bringen, wird jetzt das Ziel der Vertragsanfechtung auch von Aktivisten des Wassertischs unterlaufen. Im Rahmen einer Anhörung des Sonderausschusses des Abgeordnetenhauses forderte Gerlinde Schermer heute eine Normenkontrollklage gegen das Betriebegesetz.

Nun ist eine Normenkontrollklage nach Aussage der Juristin Sabine Finkenthei, die den Arbeitskreis unabhängiger Juristen koordiniert, „für eine Vertragsanfechtung weder hilfreich noch zielführend, weil sich Normenkontroll­klagen von der Rechtssystematik nur gegen Gesetze, nicht aber gegen Verträge richten“. Unverständnis zeigt Finkenthei auch für die Argumentationsstrategie: „Die ehemalige SPD-Abgeordnete Gerlinde Schermer weckt Hoffnungen, die an der Stoßrichtung des Volksentscheids vorbei laufen. Selbst wenn es mit einer Normenkontroll­klage gelingen würde, die Abschreibungsmethode zu ändern, wäre damit nichts gewonnen. Denn in diesem Fall kommt die dispropor­tionale Gewinnverteilung in den Verträgen zur Geltung, nach der das Land Berlin auf seinen Gewinnanteil zugunsten der Privaten verzichtet. Das ist Schermer bekannt, und es stellt sich die Frage, warum sie unsere Aufmerksamkeit auf diesen Nebenkriegsschauplatz führt.“

Den Leitfaden des Arbeitskreises zur Anfechtung der Verträge mit einer Organklage finden Interessierte unter www.wasserbuerger.de.

Thomas Rudek Tel.: 030 / 261 33 89 (AB) / mobil: 01578 / 59 261 89 E-Mail: ThRudek@gmx.de Verfasser des Volksentscheids zur Offenlegung der geheimen Wasserverträge

Kontakt zum Arbeitskreis Unabhängiger Juristen (AKJ):
Sabine Finkenthei – Tel: 030 / 6930842 (AB) – E-Mail: S.Finkenthei@gmx.de

Presseschau zur 2. Sitzung des Sonderausschusses zur Prüfung der Wasserverträge

Berlin: Erfolgsaussichten einer Wasser-Klage wären kaum abzuschätzen von Urlich Zawatka-Gerlach

‎Tagesspiegel – 18.2.2012

Allerdings wurde am Freitag im Sonderausschuss „Wasserverträge“ des Abgeordnetenhauses deutlich, dass diese Forderung zwar populär, aber die Rechtslage so
  • Wasseraktivisten fluten Ausschuss von Martin Kröger

    ‎Neues Deutschland – 18.2.2012

    Gewohnt lebhaft ging es gestern im Sonderausschuss zur Prüfung der das nach dem erfolgreichen Volksentscheid »Unser Wasser« innerhalb eines Jahres die
  • Wassertisch: Privatisierung nicht rechtens von Jan Thomsen

    Berliner Zeitung – 18.2.2012
    Vertreter des Wassertischs haben an die Abgeordneten im Sonderausschuss „Wasserverträge“ appelliert, die umstrittene Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und ihre preistreibenden Folgen rückgängig zu machen. Inzwischen erhöht sich auch der Druck auf die Wasserbetriebe, die Wasserpreise zu senken.

     

    Wasserausschuss als „Scherbengericht“ v. Konrad Litschko

    taz – 17.2.2012
    Jetzt geht’s ans Eingemachte: In der zweiten Sitzung des Sonderausschuss Wasserverträge am Freitag wurde schwere Vorwürfe gegen das Land erhoben. Die 1999 von Berlin mit RWE und Veolia geschlossenen und 2003 modifizierten Wasserverträge seien verfassungswidrig und müssten rückabgewickelt werden, sagte die Ex-SPD-Abgeordnete Gerlinde Schermer als Vertreterin der Bürgerinitiative Wassertisch.

     

    Zur Pressemitteilung der Wasserbürger: Wasserbürger warnen vor Scheinlösungen:
    Eine Normenkontrollklage gegen das Berliner Betriebegesetz lässt den Volksentscheid ins Leere laufen

    dlf-Reportage: Hohe Wasserpreise wegen hoher Gewinnversprechen

    Eine hörenswerte dlf-Reportage von Anja Nehls

    Hohe Wasserpreise wegen hoher Gewinnversprechen

    Berliner Volksentscheid gegen Wasserwerkprivatisierung

    Von Anja Nehls

    Die Verträge mit den privaten Investoren der Berliner Wasserbetriebe garantieren diesen hohe Gewinne, weshalb die Wasserpreise in Berlin überdurchschnittlich hoch sind. Bürgerinitiativen kämpfen dagegen.