26. und 27.11.2013, 4. Innovationsforum Wasserwirtschaft in Bad Honeff

4. Innovationsforum Wasserwirtschaft von DBU, DWA und BMBF am 26. und 27. November 2013 in Bad Honnef, Teilnahmegebühr 50 €

Im Mittelpunkt des 4. Innovationsforums Wasserwirtschaft, das am 26. und 27. November in Bad Honnef stattfindet, stehen aktuelle Praxisbeispiele zu den Themen Energieeffizienz, Möglichkeiten zur Verminderung von Spurenstoffen im Wasserkreislauf wie zum Beispiel Tierarzneimittel oder bestimmte Risikochemikalien, Auswirkungen des Klimawandels auf künftige Regenereignisse sowie neue Ansätze für einen verstärkten Wissenstransfer.

Unter dem Motto „Aus der Forschung für die Praxis“ diskutieren im Rahmen des Forums Experten aus der wasserwirtschaftlichen Wissenschaft und Praxis aktuelle Forschungsergebnisse und deren Umsetzung.

Dabei sollen Ergebnisse aktueller Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von BMBF und DBU national wie international systematisch verbreitet und in die Praxis umgesetzt werden. Der Austausch zwischen Forschung und Entwicklung und der Praxis der Wasserwirtschaft soll so stärker gefördert werden.

zum Programm und Anmeldung

17.10.2013, Haus der Wissenschaften Bremen, 19 bis 21 Uhr: Podiumsdiskussion: „Privatisierung der Meere?“

Podiumsdiskussion: „Privatisierung der Meere?“

Dr. Susanne Eickhoff Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)

Am Donnerstag, den 17.10.13 lädt das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie Presse und Öffentlichkeit zu einer Podiumsdiskussion ein, die im Begleitprogramm der Ausstellung „Elisabeth Mann Borgese und das Drama der Meere“ stattfindet:

17.10.13, 19:00 – 21:00 Uhr, Haus der Wissenschaft, Bremen

Podiumsdiskussion: „Privatisierung der Meere? -Schutzgebiete und Fischerei“

Gastgeber: Prof. Dr. Hildegard Westphal (Direktorin des ZMT) und Dr. Werner Ekau (AG Fischereibiologie, ZMT und Direktor des IOI Deutschland)

Moderatorin: Dr. Ismeni Walter (Wissenschaftsjournalistin und Filmemacherin, u.a. für „Quarks und Co.“)

Diskussionsteilnehmer: Prof. Dr. Gerd Kraus (Direktor des Thünen Instituts für Seefischerei, Hamburg), Dr. Till Markus (See-, Umwelt- und Fischereirecht, Universität Bremen), Kai-Arne Schmidt (Leiter der Kutterfisch-Zentrale GmbH, Cuxhaven) und Prof. Dr. Matthias Wolff (AG Ressourcenmanagement, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie, Bremen).

Die Teilnehmer werden den Aspekt „Raumplanung im Meer“, zunächst bezogen auf Nord- und Ostsee, beleuchten und die Interessenskonflikte diskutieren, die durch die vielen Betroffenen und Beteiligten entstehen. Diese sind vielfältig: Schifffahrt, Energiegewinnung, Rohstoffförderung, Fischerei und Naturreservate konkurrieren miteinander um Raum im Meer. Der Fokus der Diskussion liegt dabei auf Schutzgebieten und Fischerei, Themen, die auch für das Land Bremen von besonderer Relevanz sind.

Der Meeresschutz gewinnt jedoch zunehmend an globaler Bedeutung. Das Thema der Diskussion soll durch die Beteiligung des ZMT, das Gastgeber der Veranstaltung ist, über den regionalen Bezug hinaus auch auf eine globale Ebene gehoben werden. Das ZMT forscht in den Küsten- und Schelfgebieten tropischer Meere, die gleichzeitig arten- und bevölkerungsreichsten Gebiete der Erde. Hier trifft in besonderem Maße die Notwendigkeit für ökologische Schutzmaßnahmen auf soziale und wirtschaftliche Notstände.

Das neue internationale Seerecht, für das Elisabeth Mann Borgese jahrzehntelang kämpfte, gesteht den Küstenstaaten eine 200 Seemeilen breite Einflusszone zu, in der sie die Meeresressourcen nutzen dürfen. 1994 trat es in Kraft. Die Staaten sind allerdings auch dafür verantwortlich, die Ressourcen ihrer Küstengebiete zu erhalten. Schutzgebiete sind hierfür eine wesentliche Maßnahme. In den Tropen können viele Länder diese Forderung jedoch nicht selbst umsetzen, da es ihnen an wissenschaftlicher Kapazität und Infrastruktur mangelt. Das ZMT engagiert sich hier als Kooperationspartner, indem es mit den tropischen Partnern gemeinsame Forschungs- und Ausbildungsprojekte durchführt.


Weitere Informationen:

http://www.zmt-bremen.de/16.8.13.html

INTELLEKTUELLE BLINDHEIT & THEMA VERFEHLT – „Wo ist das Volk?“ Anmerkungen zum 51. Zeitforum der Wissenschaft in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Bereits während des Wahlkampfes spielte das Thema „Bürgerbeteiligung“ so gut wie keine Rolle. Und als am 8. Oktober in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften die Wochenzeitschrift DIE ZEIT interessierte Bürger zu der Veranstaltung „Wo ist das Volk?“ einlud, lieferte bereits die Auswahl der Podiumsgäste ein erstes Indiz, dass an einer ernsthaften Diskussion dieses Themas kein wirkliches Interesse bestand*. Auch während der Podiums-Diskussion erwähnte niemand, dass sich immer mehr Bürger organisieren, um im Rahmen der direkten Demokratie das Gesetzgebungsverfahren eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen, statt es den Lobbyisten, Winkeladvokaten und Erfüllungsgehilfen zu überlassen. Entsprechend forderte keiner der Podiumsgäste, dass Volksbegehren und Volksentscheide auf Bundesebene auch zum Gegenstand der Koalitionsgespräche erhoben werden müsste. Ob Prof. Friedrich von Borries, Prof. Herfried Münkler, Marina Weisband (ehemalige GF der Piratenpartei),  Juli Zeh (Schriftstellerin) oder die Moderatoren Ulrich Blumenthal vom Deutschlandfunk und Andreas Sentker von der ZEIT, allen Diskussionsteilnehmern kann nur eines weniger bescheinigt als attestiert werden: Wer seine Redebeiträge an den bestehenden politischen Entscheidungsstrukturen kreuzbrav und kritiklos ausrichtet, dem fehlt es entweder an kritischem Bewußtsein oder an intellektueller Leuchtkraft – möglicherweise auch an beidem. Doch wie schrieb bereits der Aphoristiker Gabriel Laub so treffend: „Fantasie ist etwas, was sich manche Menschen gar nicht vorstellen können“, wobei im Falle dieser Veranstaltung dieses Zitat zu korrigieren ist: … nicht vorstellen sollen. Statt intellektuelle Leuchtkraft auszustrahlen wird intellektuelle Blindheit zur Richtschnur erklärt. Doch überzeugen Sie sich selbst. Hier können Sie die Veranstaltung nachhören (LINK zur Sendung).

* Weder wurde ein Vertreter des Vereins „Mehr Demokratie e.V.“ noch ein Vertreter eines bereits gewonnenen Volksentscheides eingeladen. Auch verwiesen die Podiumsteilnehmer, soweit diese in Berlin leben bzw. arbeiten, bedauerlicherweise nicht auf die zur Zeit laufenden Volksbegehren (100% Tempelhofer Feld) bzw. laufenden Volksentscheide (Berliner Energietisch).

 

 

26. Sept. 2013, 20 Uhr, Heinrich-Böll-Stiftung: Berliner Disput – Braucht Fortschritt Wachstum? mit Harald Welzer

Berliner Disput – Braucht Fortschritt Wachstum?

Datum: Donnerstag, 26. September 2013, 20.00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Mit:

  • Harald Welzer, Direktor von Futurzwei Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg
  • Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation:
Peter Siller, Leiter der Abteilung Politische Bildung Inland der Heinrich-Böll-Stiftung

Harald Welzer und Ralf Fücks streiten über Wachstum. Beide haben in diesem Jahr Bücher vorgelegt, in denen sie sehr unterschiedliche Wege aus der Fortschrittsfalle beschreiben. Während Harald Welzer einen Pfad des „Degrowth“ und des radikalen Postmaterialismus beschreibt, verweist Ralf Fücks auf die soziale und demokratische Notwendigkeit eines ökonomischen Wachstums, das im Einklang mit der Natur steht. Wir versprechen einen spannenden Abend, an dem zwei der pointiertesten Positionen in der Debatte aufeinander treffen.

In ihrer neuen Reihe „Berliner Disput“ lädt die Heinrich-Böll-Stiftung regelmäßig jeweils zwei renommierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik oder Kunst dazu ein, eine gesellschaftliche Kontroverse vor großem Publikum zu führen. Ein Abend, zwei Positionen.

Ein Livestream wird eingerichtet www.boell.de/stream

24.09.2013, 19 Uhr: Penthouse oder Parkbank? Wohnungsnot und steigende Mieten in Berlin – Diskussion in der Bibliothek am Luisenbad

Berlin wird als Arbeits-, Wohn- und Studienort sowie als Reiseziel immer attraktiver. Die Schwierigkeit Wohnungen zu finden bzw. die Mietzahlungen zu leisten, wächst besonders für Menschen mit niedrigem Einkommen und Familien mit mehreren Kindern. Welche Wohnungspolitik ist angemessen? Wo und für welche Bevölkerungsgruppen sollten Wohnungen neu gebaut werden? Könnte eine „Mietbremse“ zum Erhalt der „Berliner Mischung“ beitragen?

Unter dem Titel

Penthouse oder Parkbank?
Wohnungsnot und steigende Mieten in Berlin

diskutieren darüber Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Maren Kern vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, Dr. Andrej Holm, Humboldt-Universität Berlin, sowie Reiner Wild, Berliner Mieterverein e.V.

Ort: Bibliothek am Luisenbad, Travemünder Straße 2, 13357 Berlin, Ecke Badstraße

Der Eintritt ist frei
U8 Pankstr., Bus M27
Zeit: 24.09. 2013, 19 Uhr