30.5.2012, ZDF, 23.15 Uhr: Abgefüllt und aufgetischt – Wie gut ist unser Mineralwasser?

Die Privatisierung des Wassers findet ihre Drammatik vor allem in dem Konsum von Flaschenwasser. Vor allem die ökologischen Folgekosten sind hervorzuheben und somit bleibt abzuwarten, welche Aspekte in der ZDF-Reportage besonders hervorgehoben und skandaliert werden!

Abgefüllt und aufgetischt

Wie gut ist unser Mineralwasser?

134 Liter Mineralwasser hat jeder Deutsche im vergangenen Jahr durchschnittlich getrunken.1980 lag der Durchschnitt bei gerade einmal 40 Litern pro Kopf. Neben bestimmten Markenprodukten werden immer mehr Mineralwässer bei Discountern gekauft.

Update NDR, Kabel 1, Plusminus, Bayern III (TV): Markt – Teurer Wasseranschluss: Wasserwerke kassieren kräftig ab

Teurer Wasseranschluss: Wasserwerke kassieren kräftig ab

In Hemmingen bei Hannover haben die Wasserwerke bei Hauseigentümern in einem Neubaugebiet im Voraus für Straßenbauarbeiten kassiert. Aber ob die Arbeiten in dem Umfang auch wirklich stattgefunden haben, ist jetzt strittig und nur noch schwer zu klären. Die Stadtwerke schalten auf stur.

Hier finden Interessierte die Kurz-Reportage!

und hier weitere TV-Hinweise zur gleichen Thematik sowie einen hilfreichen Hinweis für betroffene Bürger von dem vereidigten Sachverständigen Jürgen Lüttgen (s.u.).

22.05.2012 um 22.05 Uhr Kabel 1 K 1 Magazin

23.05.2012 um 21.45 Uhr ARD Plusminus

30.05.2012 um 21.15 Uhr Bayerisches Fernsehen (BR) Kontrovers

 

24. und 25.5. Mai, Berlin: Leitkultur & Leadership mobilisieren gegen „Shitstorm“ und Wutbürger?

Die sozialen Polarisierungen nehmen zu. Die Kluft zwischen Reich und Arm wächst. Führung lässt sich unterdessen längst nicht mehr auf den politischen und wirtschaftlichen Bereich reduzieren. Auch die organisierte Zivilgesellschaft hat sich formiert und nimmt vor allem auf die Medienindustrie und die öffentliche Meinung Einfluss. Die Bürgergesellschaft hingegen muss in der Regel draußen bleiben und wird mit dem Begriff des „Wutbürgers“ ins gesellschaftspolitische Abseits katapultiert. In der Regel wird dem Wutbürger die Kommunikationsfähigkeit und Seriösität abgesprochen, weil er sich nicht an die – von wem auch immer – aufgestellten Regeln des „Political Correctness“ hält, und auch vor sprachlichen Entgleisungen wie Beledigungen NICHT zurückschreckt. Diese Diffamierungen der Wutbürger findet ihre sprachliche Zuspitzung in dem Ausdruck „Shitstorm“. Um sich gegen den angeblichen „Shitstorm“ zu behaupten, schotten sich die kompetenten Saubermänner und -frauen in gewohnt elitärer Weise ab, indem sie ihresgleichen zur 6. Fachtagung Krisenkommunikation einladen. Nach dem Motto, „Wer’s hat, der hats’s“, der ist mit 1060 € dabei.

Gewiss wird in politisch korrekter Tonlage im Quadriga Forum diskutiert, wie unter Wahrung von Wachstumszwängen und Renditegarantien die Ziele neoliberaler Umstruktierung und sozialer Ausgrezung schnell, effizient und sauber erledigt werden können.

Die Wasserbürger wollen in diesem Zusammenhang die Debatte um die Führungskultur beleben und freuen sich in diesem Zusammenhang allen Interessierten nahezulegen, die Möglichkeit eines historischen Rückblicks zu nutzen. Am Dienstag, den 8. Mai, wird anlässlich des Tages der Befreiung auf 3 SAT nicht nur ausführlich über Adolf Eichmann, den Bürokraten des Holocaust, berichtet, sondern auch die deutsche Verfilmung der Wannsee-Konferenz ausgestrahlt. Sehenswert und leider viel zu selten im Fernsehen.

3.5.2012, 20.15 Uhr, MDR: Auch Ratgeber „ESCHER“ berichtet über den Präzedenzfall Hartenberg

Teures Wasser: Wenn Trinkwasser kaum noch zu bezahlen ist

Bereits das ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtete über den Fall Hartenberg. Über 57 € für den Kubimeter Frischwasser verlangt der Wasserverband Holtemme-Bode. In diesem Preis werden die Umlagen für die Finanzierung einer neuen Wasserleitung den Anwohnern in Rechnung gestellt. Jetzt legt ESCHER nach und zeigt, wie die Finanzierung einer neuen Wasserleitung durch das solidarische Prinzip gewährleistet werden könnte. Befragt wurden Einwohner aus der Nachbarsgemeinde in Wernigerode, die vom gleichen Wasserverband versorgt werden. Würden die Kosten für die neue Wasserleitung umgelegt werden, dann würde das zu einer Mehrkostenbelastung in Höhe von 5 Cent pro qm³ führen. Die befragten Einwohner wären hierzu bereit, doch der Verband sperrt sich. Rechtsanwalt Bockamp vom Konsumentenbund vermutet wie die Wasserbürger, dass hier zu Lasten von bevölkerungsarmen Regionen ein Exempel statuiert werden soll. Zugleich verweist er auf die Bedeutung von starken Landeskartellämtern. In Hessen hatten die verfügten Preissenkungsverfügungen zur Folge, dass weitere Preiserhöhungen nicht stattfanden.

rbb-Abendschau 2. Mai: Abgeordnete Kosche (Grüne) verzichtet auf vollständige Akteneinsicht

Kaum zu glauben, was im ersten Nachrichtenblock der rbb-Abendschau berichtet wird. Die grüne Abgeordnete Heidi Kosche, damals von Thomas Rudek dem Wassertisch-Plenum als Vertrauensperson des Volksbegehrens vorgeschlagen worden, vergleicht sich mit dem Berliner Senat. Kosche hatte als Abgeordnete gegen den Senat auf vollständige Einsicht aller Akten zur Teilprivatisierung der Wasserbetriebe vor dem Verfassungsgericht geklagt. Der Verfassungsgerichtshof hatte entschieden, dass der Senat nicht pauschal die Akteneinsicht verweigern darf, sondern gesondert für jede Akte einzeln entscheiden muss und die Verweigerung im Einzelfall begründen muss. Das Vorgehen der Abgeordneten Kosche umfasst auch die interne Korrespondenz der Behörden und der Senatskanzleien. Dieser sogenannte „Kernbereich der exekutiven Eigenverantwortung“ ist verfassungsrechtlich normiert. Die Wasserbürger bedauern, dass die Abgeordnete Kosche dem Vergleich zugestimmt hat. Hier können Interessierte die Tonspur der rbb-Meldung hören.