6.8.2012, 11.05 Uhr, dlr: Pestizide haben in Mineralwasser „nichts zu suchen“

Ein Drittel der von „Ökotest“ im vergangenen Jahr überprüften Mineralwässer war mit Abbauprodukten von Pflanzenschutzmitteln belastet.

Pestizide haben in Mineralwasser „nichts zu suchen“

Ernährungswissenschaftlerin fordert klare gesetzliche Grenzwerte

Birgit Hinsch im Gespräch mit Katrin Heise

Es sei dringend notwendig, die ursprüngliche Reinheit von Mineralwasser mit gesetzlichen Grenzwerten zu regeln, so die „Ökotest“-Redakteurin Birgit Hinsch. Die nachgewiesenen Verunreinigungen mit Pestizidmetaboliten und Süßstoffen stünden im Widerspruch mit dem Hauptmerkmal „Natürlichkeit“ des Mineralwassers, sagte die Ernährungswissenschaftlerin.

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06.08.2012, 11.35 Uhr, dlf: Zuviel PCB im Rhein-Aal Erste grenzüberschreitende Verzehrwarnung für Flussfische. Von Ludger Fittkau

Zuviel PCB im Rhein-Aal

Erste grenzüberschreitende Verzehrwarnung für Flussfische

Von Ludger Fittkau

Der Rhein ist sauberer geworden. Trotzdem gab es nun die erste grenzüberschreitende Verzehrwarnung. Sie kam aus Luxemburg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz und bezieht sich auf selbst geangelte Flussfische. Vor allem der fette Aal soll gemieden werden.

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1. August 2012, dlr, 21.33 Uhr: Die Nacht allein. Von Wolfgang Graetz mit Klaus Kinski

Viele fragen sich, warum hier auf ein Hörspiel hingewiesen wird, das keinen unmittelbaren Bezug zur Wasserprobelmatik im Besonderen und zur Privatisierungspolitik im Allgemeinen  erkennen lässt. Es geht uns hier um eine Referenz an den verstorbenen Ausnahmekünstler Klaus Kinski. Wenn die heutigen Wellen der Empörung auch von immer mehr „Wutbürgern“ getragen werden, so werden diese „Empörungswellen“ nie die Stärke eines Tsunamis erlangen, denn die Wutwellen durchlaufen zahlreiche De-Eskalationsstufen. Am Ende werden dann medienkompatibel Argumente in einem leidenschaftslosen Diskurs ausgetauscht und alles plätschert weiter vor sich hin. Kinski stellen genau so wie der Umweltjournalist Horst Stern Ausnahmeerscheinungen dar und es ist immer wieder erfrischend festzustellen, dass sich Wut und Rationalität nicht auschließen, sondern sich zu einem authentischen Erscheinungsbild ergänzen – einem Bild, das wohltuend herausragt aus dem massenmedialen Einheitsbrei, der uns tagaus, tagein eingetrichtert wird und zu erheblichen Mangelerscheinungen mit gravierenden Folgen führt.
Da die Hörspiele aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht zum Nachhören angeboten werden, bleibt an dieser Stelle nur der Hinweis, sich an diesem Abend nichts anderes vorzunehmen, oder jene technischen Heinzelmännchen zum Einsatz zu bringen…

Die Nacht allein

Von Wolfgang Graetz

Reinhold Bunge, Kunsthändler in New York, 39 Jahre alt, ein Kind, noch verheiratet, doch getrennt von seiner Frau. Auf einer Geschäftsreise steigt er im Hotel Metropol ab, nur 150 km von seiner Frau entfernt. Tags ist er agil. Nachts spürt er die Einsamkeit.

Er ruft seine Frau an, um sie zu einem Treffen im Hotel zu bewegen, er will mit ihr reden. Sie aber hat Angst vor neuen Enttäuschungen. Schließlich willigt sie ein. Während er auf das Eintreffen seiner Frau wartet, eilt er rastlos hin und her – zwischen der Telegraphistin, der Bardame und den Gesprächen mit dem Nachtportier, der Medizin und Theologie studiert.

Regie: Mathias Neumann
Mit: Klaus Kinski, Johanna Wichmann, Günter Schramm u.v.a.
Ton: Reinhard Krawulski
Produktion: HR 1962
Länge: 40″22

In der Hauptrolle des zerrissenen Mannes sehr eindrucksvoll Klaus Kinski.

Wolfgang Graetz (1926-1999) war ein deutscher Schriftsteller, Hörspiel- und Fernsehautor. Graetz war mehrfach als Straftäter inhaftiert. In der JVA Butzbach begann er sein schriftstellerisches Schaffen.

Anschließend: Panik von Raymond Queneau aus: „Vom Nutzen und Nachteil der Beruhigungsmittel“ aus dem Französischen von Hans Thill

1. August 2012, dlf, 10.10 Uhr: Privatisierte Unikliniken. Droht in Gießen-Marburg das Scheitern?

Über 30% der Kliniken in Deutschland sind bereits privatisiert. Die aktuelle IGeL-Diskussion zeigt, dass die Kommerzialisierung der Gesundheitsversorgung auch in den Arztpraxen unaufhaltsam voran schreitet. Längst ist die 2-Klassen-Medizin bittere Realität für all diejenigen, die sich Gesundheit nicht mehr leisten können. Besonders dramatisch ist die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, der auch vom Kliniksterben besonders stark betroffen ist. Besonders paradox ist die Situation in Kurorten. Neben den normalen Kurpatienten stehen die Kurkliniken nur kranken, ortsansässigen Personen offen, soweit diese privatversichert sind.

Journal am Vormittag – Länderzeit: Privatisierte Unikliniken. Droht in Gießen-Marburg das Scheitern?
live aus dem Uniklinikum Gießen

Gesprächspartner:
– Eva Kühne-Hörmann
– Martin Menger
– Prof. Hans-Peter Howaldt
– Rüdiger Strehl
– Marita Kruckewitt
– Dr.Ursula Stüwe
– Jutta Rippegather

s. auch die swr2-Radio-Sendung vom Mittwoch, 11.7. | 17.05 Uhr

Der rentable Patient –  Welche Folgen hat die Privatisierung von Krankenhäusern?

Es diskutieren:
Dr. Boris Augurzky, Gesundheitsökonom, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen
Dr. Ulrich Clever, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg
Dr. Stefan Etgeton, Gesundheitsexperte der Bertelsmann-Stiftung
Gesprächsleitung: Eggert Blum

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dlr, 31. Juli, 19.07 Uhr: Der Herr der Kanalisation – James Hobrecht

Der Herr der Kanalisation

Denkmalpflegerin Gabriele Dolff-Bonekämper über den Stadtplaner James Hobrecht

Gabriele Dolff-Bonekämper im Gespräch mit Anke Schaefer

James Hobrecht wurde in der der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einem Bebauungsplan für Berlin beauftragt. Ihm hat die Hauptstadt unter anderem ihr verzweigtes Kanalnetz zu verdanken. Gabriele Dolff-Bonekämper, Stadtplanerin an der TU Berlin, würdigt Hobrechts Plan, der vor 150 Jahren in Kraft trat.

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