30.11.2012, 16.35 Uhr, dlf: Antarktis schmilzt doch – Sisyphos-Studie mit Satelliten-Messreihen aus 20 Jahren. Von Volker Mrasek

Während die unbelehrbaren Skeptiker des Klimawandels in München (s. Reportage) zusammengekommen sind, belegt eine Sisyphos-Studie mit Satelliten-Messreihen aus 20 Jahren, dass auch auf der antarktischen Halbinsel das Eis besonders schnell schmilzt. Die in der aktuelles Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Science“ vorgestellte Studie untermauert die Annahmen, dass Nord- und Südpol von der Erderwärmung betroffen sind. Laut Andrew Shephard von der Universität Leeds in England hat seit 1992 „das Schmelzwasser den Meeresspiegel um elf Millimeter erhöht. Das ist ein Fünftel des gesamten Anstiegs, der in dieser Zeit beobachtet wurde.“

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In diesem Zusammenhang weisen wir auch auf eine Reportage von Tomma Schröder hin:

Klimawandel lässt auch Grundwasserspiegel ansteigen

Überflutung von unten

Steigender Meeresspiegel treibt küstennahes Grundwasser empor

Von Tomma Schröder

„Hydrologie. – Dass der Meeresspiegel steigen wird und sich die Küstenlandschaften weltweit darauf vorbereiten müssen, ist kein Geheimnis mehr. Doch ein Aspekt sei bei den Berechnungen der verschiedenen Szenarien bisher zu kurz gekommen, meinen Forscher aus Honolulu nun. Sie zeigen in einer Studie, dass die überfluteten Gebiete viel größer sein könnten als bisher angenommen…“

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Abschließend der Hinweis, dass auch der Kampf um die (wissenschaftliche) Berichterstattung über den Klima“wandel“ auf Hochtouren läuft und die Skeptiker des Klima“wandels“ unter massivem Kapitaleinsatz versuchen, den Klima“wandel“ schön zu reden.

Neue Eskalation im großen Klimastreit

Forscher lanciert vertrauliche Dokumente einer Skeptikerorganisation in den USA

Von Volker Mrasek

„Das Heartland Institute in den USA ist eine Bastion der sogenannten Klimaskeptiker, die nicht an einem menschgemachten Klimawandel glauben wollen. Vor wenigen Tagen tauchten vertrauliche Dokumente der Organisation im Internet auf, nach denen das Institut prominente Wissenschaftler unter den Klimaskeptikern bezahlt haben soll…
…Raymond Bradley, Direktor des Klimaforschungszentrums an der Universität von Massachusetts:

„Die Dokumente zeigen ziemlich klar, dass das Heartland Institute Millionensummen von Spendern bekommen hat. Um Leute zu unterstützen, die in ihren Veröffentlichungen behaupten, Klimaforscher bastelten sich ihre Ergebnisse zurecht.““

LINK zur Reportage von Volker Mrasek

Zweifel an der Klimaerwärmung – was sagt die Wissenschaft dazu?

 

Konkurrenzveranstaltung zu Doha

In München beginnt eine Konferenz von Klimawandelskeptikern

Volker Mrasek im Gespräch

Immer wieder werden auch schon einmal Zweifel an der Klimaerwärmung geäußert. Viele trauen dem Treibhausgas CO2 gar nicht zu, dass es das Klima aufheizen könnte.

Viele trauen dem meist genannten Treibhausgas CO2 – Kohlendioxid – gar nicht zu, dass es das Klima aufheizen könnte. Denn CO2 gehört zu unserem Leben: Pflanzen brauchen es zum Leben, und wenn sie verrotten, geben sie es an die Atmosphäre ab – seit Millionen von Jahren. Die Skeptiker des Klimawandels treffen sich derzeit in München, darunter das US-amerikanische Heartland Institute, das auch von Unternehmen der Mineralölindustrie finanziert wird.

30.11.2012, 11.35 Uhr, dlf: Düngemittelhersteller leitet Abwasser in die Werra von Maike Brathge

Düngemittelhersteller leitet Abwasser in die Werra

K+S erhält für diese Entsorgung die Genehmigung bis 2020

Von Maike Brathge

Der Düngemittelhersteller Kali und Salz darf auch künftig seine salzhaltigen Abwässer in der Werra entsorgen. Das hat das Regierungspräsidium Kassel in Hessen bekannt gegeben. Es muss noch entschieden werden, wie hoch der Salzgehalt sein darf. Über den richtigen Grenzwert gibt es Streit.

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Update (1) 26.11.2012, 19:30 Uhr, dlr: Wetten, dass … ? Agrarrohstoffe als Finanzprodukte von Caroline Nokel

Wetten, dass … ?
Agrarrohstoffe als Finanzprodukte
Von Caroline Nokel

„Agrarrohstoffe sind begehrte Spekulationsobjekte, seit es zum Beispiel mit Immobilien nicht mehr so gut läuft. Nichtregierungsorganisationen werfen Banken, Versicherungen und Anlegern vor, damit die Nahrungsmittelpreise in die Höhe zu treiben. Der Faktor Spekulation sei gar nicht so einflussreich, halten Befürworter dagegen und es sei eben alles eine Sache von Angebot und Nachfrage. Schließlich stellt sich ja auch irgendwann eine Preissenkung ein. Doch bis dahin sind Menschen verhungert, Bauern insolvent und Böden verschachert. Dennoch wetten auch in Deutschland Anleger weiter auf den Preis von Weizen und Mais.“

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Weiterführende Links bei dradio.de:

Downloads:

UPDATE! 16.02.2010, dlf, 9.10 Uhr: Massenmord in Großbritannien: Heizen oder hungern – zwischen 20 und 40TAUSEND Kältetote von Ruth Rach

Bronchitis, Lungenentzündungen, Herzinfarkt, Grippe und andere Krankheiten nehmen bei Kälteeinbruch zu und verlaufen häufig tödlich. Nach Berechnungen des britischen Wetteramtes und einer Ärzteorganisation starben in der Woche vor Weihnachten des Jahres 2003 in Großbritannien allein 2500 Menschen infolge des Kälteeinbruchs (s. Spiegel-online). Auch sieben Jahre später hat sich nach einer Reportage des dlf nichts verändert, so dass wir aus Anlaß der Debatte um die steigenden Energiekosten an diese dlf-Reportage aus dem Jahr 2010 erinnern. Nicht nur, dass die Energieversorger von Armut betroffene Menschen für „ihre“ Münzkästen besonders hohe Preise – unter dem Stichwort Mehraufwand – abpressen. Die Betroffenen und vor allem ältere Menschen können sich kaum noch das Heizen leisten. Hinzu kommt, dass die Wohnungen der Ärmsten schlecht isoliert sind. Die drammatischen Folgen zeigen, dass die Privatisierung der Energieversorgung und die Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung Hand in Hand gehen und gemeinsam für den Massenmord an der Bevölkerung verantwortlich sind. Um diese Mißstände offensiv zu bekämpfen, bedarf es einer konsequenten Enteignung der Energiekonzerne und eines sozial ausgleichenden Tarifsystems.

„Yvonne Doyle vom britischen Gesundheitsministerium:
„Die genauen Zahlen für dieses Jahr kennen wir noch nicht, aber wir müssen mit 20 bis 40.000 zusätzlichen Todesfällen rechnen. Schon im letzten Jahr hatten wir auf der Insel mehrere ungewöhnliche Kälteeinbrüche – auch da lag die Zahl der Opfer deutlich höher.““

Heizen oder hungern

Großbritannien kämpft gegen kältebedingte Armut

Von Ruth Rach

Fast jeder vierte britische Haushalt muss mehr als zehn Prozent seines Einkommens für Strom und Gas ausgeben. Seit Jahren bekommt die Regierung diese sogenannte Energiearmut nicht in den Griff.

Link zur Sendung

Sollte dieser Radiolink der Zensur zum Opfer fallen, werden wir den ganzen Text dieser Reportage ins Netz stellen!

24.11.2012, dlf, 13.05 Uhr: Peru – Zwischen Wassermafia und Wasserwerk von Naomi Conrad

Ein Blick über den europäischen Tellerrand hinaus verschärft die Einsicht, wie sinnvoll und notwendig es ist, den Kampf für eine Wasserversorgung, durch die den ärmsten Menschen in dieser Welt der kostenlose Zugang zu diesem Grundnahrungsmittel gewärhelistet wird, zu unterstützen! Knapp einen Euro müssen dort die Menschen für einen Liter Trinkwasser zahlen… Doch hören Sie, oder lesen Sie, diese äußerst hörenswerte Reportage von Naomi Conrad bitte selbst.

Wasser für alle

Das Programm „agua para todos“ soll die peruanische Bevölkerung versorgen

Von Naomi Conrad

„In Peru müssen viele Arme überhöhte Preise an die Wassermafia zahlen. Mit dem Grundbedürfnis werden Profite gemacht. Die staatliche Wasserbehörde will dem entgegensteuern und nun innerhalb von drei Jahren alle Bewohner mit Wasser versorgen…“

Link zum Radiobeitrag (MP3)
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