dlr-Kultur: Interview „Unser Trinkwasser ist schlechter als sein Ruf“

Unter der Ankündigung „Unser Trinkwasser ist schlechter als sein Ruf – Kritiker warnen vor Gefahr durch Antiobiotika und Erreger im Trinkwasser“ sendete Deutschlandradio Kultur im Sendeformat „Thema“ ein Interview mit Dr. Michael Angrick – Fachbereichsleiter Nachhaltige Produktion und Produkte, Abfallwirtschaft am Umweltbundesamt. Interessierte können das Interview hier nachlesen und nachhören.

Ein Interview in der „Süddeutschen Zeitung“ von Katrin Blawat mit dem Titel „Chlor im Trinkwasser  – Mit Chemie gegen den Dreck“ können Interessierte hier lesen.

13. August – Eine Menschenkette in Berlin gegen die Privatisierung und Kommerzialisierung unserer Grünflächen in Berlin

Der 13. August war ein bedeutender Tag für die deutsche Geschichte. Die Mauer trennte die Berliner. Die Mauern von heute trennen die Menschen von der Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung. Spekulanten und Immobilientrusts suchen nach sicheren Kapitalanlagen und nehmen dabei billigend in Kauf, dass sowohl das grüne Berlin wie die soziale Stadt Verwertungsinteressen und Gewinnstreben rücksichtslos geopfert werden. Am 13. August können wir ein Zeichen setzen. Mit einer Menschenkette können wir zeigen, dass wir uns für den Erhalt der Berliner Grünflächen einsetzen. Wir brauchen nicht mehr Mauern, sondern mehr öffentliches Grün für alle Berliner!

Und wer weiß: Wenn viele kommen, dann läßt sich vieles miteinander verknüpfen und noch mehr erreichen. Beispielsweise können Unterschriften für die 2. Stufe des Volksbegehrens GRUNDSCHULE gesammelt werden. Zwei andere Initiativen haben mit der ersten Stufe des Volksbegehrens begonnen: Gegen die Privatisierung der S-Bahn und für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr morgens sammeln die Initiatoren Unterschriften. Alles hängt miteinander zusammen: Ruhe, öffentliche und frei zugängliche Grünflächen in der Stadt wie ein funktionierender, zuverlässiger öffentlicher Nahverkehr – all diese Komponenten sind unerlässlich für ein gesundes Leben in der Stadt. Setzen wir uns gemeinsam für diese Ziele ein, mit einer Menschenkette am Samstag, den 13. August.

Ab 15.30 Uhr sind folgende Treffpunkte vorgesehen

Und natürlich bitten die Initiatoren darum, dass wir die Grünflächen nach der Menschenkette in einem guten Zustand wieder verlassen. Also bitte nicht vergessen: Unsere Grünflächen sind keine Mülldeponien!

Seen zu verkaufen! Seen und Gewässer vor Privatisierung retten !

Seen zu verkaufen!
Seen und Gewässer vor Privatisierung retten

Bereits 14.000 Hektar Seen für 15 Millionen Euro hat die bundeseigene Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) als Nachfolgeinstitution der Treuhand bereits veräußert. 15.000 Hektar befinden sich noch in ihrem Besitz.

Aufgrund einer vom BUND initiierten Kampagne kam es zu einer Unterschriftenaktion für eine Petition, an der sich über 112.000 Menschen beteiligten. Wenngleich das Ziel der Petition, die kostenlose Übertragung der Seen an Länder, Kommunen und Verbände nicht erreicht werden konnte, so fanden aufgrund des öffentlichen Drucks Verhandlungen zwischen Bundesländern und dem Bundesfinanzministerium statt. Während die Verhandlungen mit Brandenburg über 143 Gewässer (darunter 83 Seen mit einer Fläche von 5900 Hektar) noch andauern, entschied sich der Finanzausschuss im Landtag Mecklenburg-Vorpommern am 8. August, das Kaufangebot der BVVG zu akzeptieren: Rund 1,68 Millionen Euro muss das Bundesland für mehr als 5 Hektar Fläche auf den Tisch legen. Ausgenommen von diesem Kaufangebot sind 190 Gewässer mit einer Fläche von 2.600 Hektar, die nach wie vor durch die BVVG verwaltet werden.

Der BUND fordert „den dauerhaften Schutz der Seen mit ihren Uferbereichen“ vor dem Verkauf in der Landesverfassung zu verankern. „Denkbar wäre auch die Betreuung der erworbenen Seen durch die landeseigene ‚Stiftung Umwelt und Naturschutz'“, so Arndt Müller, Naturschutzexperte des BUND Landesverbandes.

Die Bedeutung einer rechtlichen Verankerung in den Länderverfassungen geht auch aus einem Streit um Seen und Uferbereiche in anderen Bundesländern hervor. Die Stadt Markranstädt (Sachsen) will nahezu alle Uferflächen am Kulkwitzer See, immerhin einem Naherholungsgebiet, zum Bauland erklären. Die Bürgerinitiative „Pro Kulki“ will diese Verwertung durch ein Bürgerbegehren verhindern und hat bereits mehr Unterschriften als erforderlich sammeln können. Die CDU-Mehrheit im Stadtrat will das Begehren aus rechtlichen Gründen nicht zulassen.

Initiative gegen die Pläne zur Gestaltung des Kulkwitzer Sees in Markranstädt: http://www.biprokulki.de/

8. August, 19.30 Uhr: Der tägliche Seiltanz von Pressesprechern

dRadio-Kultur: 08.08.2011 19:30 Uhr: Die Kunst, nicht zu lügen, ohne ehrlich zu sein. Der tägliche Seiltanz von Pressesprechern

Von Tim Lang und Thomas Klug

Alles ist bestens, alles läuft gut, es gibt keine Krise.
Solche Sätze werden Pressesprechern meist verziehen, auch wenn jeder weiß, der Politiker, die Firma, die Institution oder die Partei durchläuft gerade den schlimmsten Tag des eigenen Daseins.
Was sollen Pressesprecher dann auch sagen? Und es gibt die anderen Tage. Tage, an denen die Wahrheit eine Gratwanderung ist und nur durch eine geschickte Interpretation an der Lüge vorbeischrammt. Pressesprecher haben es schwer. Sie können nicht frei von der Leber weg reden. Es geht nicht um Klarheit oder Pointe, es geht darum, Sichtweisen, Meinungen und Ansichten zu transportieren.
Und manchmal geht es um mehr, dann nämlich, wenn sie sich schützend vor ihren Auftraggeber stellen müssen und hartnäckige Frage-Attacken abfangen sollen. Die Lüge ist dabei zumindest immer in Reichweite. – Oder?

Die Fragen kommen übrigens von der Presse. Und zu der sollte der Pressesprecher
auch noch ein gutes Verhältnis haben. Wie geht das?

Berliner SPD und die „wirkliche“ Rekommunalisierung

Rechtzeitig zum Wahlkampf in Berlin wird m Donnerstag, d. 18. August, von der AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) das Thema

„Erhalt der Öffentlichen Daseinsvorsorge und
WIRKLICHE Rekommunalisierung in Zeiten der Schuldenbremse“

(1. Diskussionsrunde) diskutiert.

Am Donnerstag, d. 18.8., um 19:30 Uhr
im Café Klatsch, Festsaal, Alt Tempelhof 46, 12103 Berlin.

Zugegen ist auch der Landesvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller. Näheres hier!