7.5.2012, 16.35, dlf: Dürre trotz Flut – In England sind die Grundwasserspeicher zu leer von Tomma Schröder

Dürre trotz Flut

In England sind die Grundwasserspeicher zu leer

Von Tomma Schröder

Meteorologie.- Schon in der Bibel gab es Dürren und Fluten. Aber kann ein Land auch von beidem gleichzeitig betroffen sein? Großbritannien kann, wie sich gerade zeigt. Im April verkündete die Umweltbehörde noch, dass die Dürre voraussichtlich bis Weihnachten anhalten werde. Kurz darauf ergießen sich sintflutartige Regenfälle über das Land…

24. und 25.5. Mai, Berlin: Leitkultur & Leadership mobilisieren gegen „Shitstorm“ und Wutbürger?

Die sozialen Polarisierungen nehmen zu. Die Kluft zwischen Reich und Arm wächst. Führung lässt sich unterdessen längst nicht mehr auf den politischen und wirtschaftlichen Bereich reduzieren. Auch die organisierte Zivilgesellschaft hat sich formiert und nimmt vor allem auf die Medienindustrie und die öffentliche Meinung Einfluss. Die Bürgergesellschaft hingegen muss in der Regel draußen bleiben und wird mit dem Begriff des „Wutbürgers“ ins gesellschaftspolitische Abseits katapultiert. In der Regel wird dem Wutbürger die Kommunikationsfähigkeit und Seriösität abgesprochen, weil er sich nicht an die – von wem auch immer – aufgestellten Regeln des „Political Correctness“ hält, und auch vor sprachlichen Entgleisungen wie Beledigungen NICHT zurückschreckt. Diese Diffamierungen der Wutbürger findet ihre sprachliche Zuspitzung in dem Ausdruck „Shitstorm“. Um sich gegen den angeblichen „Shitstorm“ zu behaupten, schotten sich die kompetenten Saubermänner und -frauen in gewohnt elitärer Weise ab, indem sie ihresgleichen zur 6. Fachtagung Krisenkommunikation einladen. Nach dem Motto, „Wer’s hat, der hats’s“, der ist mit 1060 € dabei.

Gewiss wird in politisch korrekter Tonlage im Quadriga Forum diskutiert, wie unter Wahrung von Wachstumszwängen und Renditegarantien die Ziele neoliberaler Umstruktierung und sozialer Ausgrezung schnell, effizient und sauber erledigt werden können.

Die Wasserbürger wollen in diesem Zusammenhang die Debatte um die Führungskultur beleben und freuen sich in diesem Zusammenhang allen Interessierten nahezulegen, die Möglichkeit eines historischen Rückblicks zu nutzen. Am Dienstag, den 8. Mai, wird anlässlich des Tages der Befreiung auf 3 SAT nicht nur ausführlich über Adolf Eichmann, den Bürokraten des Holocaust, berichtet, sondern auch die deutsche Verfilmung der Wannsee-Konferenz ausgestrahlt. Sehenswert und leider viel zu selten im Fernsehen.

FOCUS: Unternehmen: Veolia-Gewinn schmilzt weiter

Unternehmen: Veolia-Gewinn schmilzt weiter – erste Interessenten klopfen an – Aktie im Plus

Der französische Wasserversorger und Abfallbeseitiger Veolia Environnement ist trotz seines laufenden Umbaus mit einem Umsatzplus in das Jahr gestartet.

Der Gewinn schrumpfte indes weiter. Der Umweltkonzern konnte im Auftaktquartal seine Erlöse um 3,4 Prozent auf 7,83 Milliarden Euro steigern, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Veolia profitierte dabei von einer höheren Nachfrage der asiatischen Länder bei der Wasseraufbereitung sowie von höheren Preisen bei Energiedienstleistungen. Sanierungskosten und Investitionsausgaben in Osteuropa drückten jedoch das operative Ergebnis um zwölf Prozent nach unten auf 543,5 Millionen Euro. 

Die Anleger reagierten dennoch positiv: Die Veolia-Aktie kletterte am Mittag um 3,84 Prozent auf 10,83 Euro und war damit Spitzenreiter im ansonsten schwächelnden französischen Leitindex CAC40. Dabei halfen neben den steigenden Umsätzen auch Aussagen vom Management zu den laufenden Verkäufen von Unternehmensteilen. Für das Wassergeschäft in Großbritannien und das Entsorgungsgeschäft in den USA seien erste unverbindliche Angebote eingegangen, hieß es vom Vorstand.

In den kommenden beiden Jahren will das Unternehmen seine Präsenz auf wenige Märkte beschränken und sich aus 40 Ländern zurückziehen. Konzernchef Antoine Frérot setzt dabei weiter auf den Abbau der Schulden. Bis 2014 sollen 220 Millionen Euro an Kosten eingespart werden. Mit dem Verkauf von Unternehmensanteilen in Höhe von fünf Milliarden Euro will der Energieversorger seine Nettoschulden innerhalb von zwei Jahren von derzeit 15 Milliarden Euro auf zwölf Milliarden Euro senken. Den Aktionären will er dennoch eine Dividende von 0,70 Euro für die Jahre 2012 und 2013 zahlen. Mittelfristig will das Unternehmen seinen Umsatz ohne Zukäufe steigern. Nach 2013 soll dabei eine jährliche Wachstumsrate von mehr als drei Prozent herauskommen.

 

3.5.2012, 20.15 Uhr, MDR: Auch Ratgeber „ESCHER“ berichtet über den Präzedenzfall Hartenberg

Teures Wasser: Wenn Trinkwasser kaum noch zu bezahlen ist

Bereits das ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtete über den Fall Hartenberg. Über 57 € für den Kubimeter Frischwasser verlangt der Wasserverband Holtemme-Bode. In diesem Preis werden die Umlagen für die Finanzierung einer neuen Wasserleitung den Anwohnern in Rechnung gestellt. Jetzt legt ESCHER nach und zeigt, wie die Finanzierung einer neuen Wasserleitung durch das solidarische Prinzip gewährleistet werden könnte. Befragt wurden Einwohner aus der Nachbarsgemeinde in Wernigerode, die vom gleichen Wasserverband versorgt werden. Würden die Kosten für die neue Wasserleitung umgelegt werden, dann würde das zu einer Mehrkostenbelastung in Höhe von 5 Cent pro qm³ führen. Die befragten Einwohner wären hierzu bereit, doch der Verband sperrt sich. Rechtsanwalt Bockamp vom Konsumentenbund vermutet wie die Wasserbürger, dass hier zu Lasten von bevölkerungsarmen Regionen ein Exempel statuiert werden soll. Zugleich verweist er auf die Bedeutung von starken Landeskartellämtern. In Hessen hatten die verfügten Preissenkungsverfügungen zur Folge, dass weitere Preiserhöhungen nicht stattfanden.

3.5.2012, 11.35 Uhr, dlf: Baden-Württemberg wehrt sich gegen niedrigere Grenzwerte für Umweltgifte im Wasser von Michael Brandt

Weniger Gift geht nicht?

Baden-Württemberg wehrt sich gegen niedrigere Grenzwerte für Umweltgifte im Wasser

Von Michael Brandt

Europas Gewässer sollen sauberer werden: Die Europäische Union will auch die Belastung mit Stoffen verringern, die nur in geringen Mengen ins Wasser kommen, aber trotzdem problematisch werden können. Ausgerechnet die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg hält manche dieser Anforderungen allerdings für so streng, dass sie gar nicht zu erfüllen sind. Sie will sich für eine Überarbeitung der Richtlinie einsetzen.

Unser Baden-Württemberg-Korrespondent Michael Brandt berichtet.

Den vollständigen Beitrag können Sie für mindestens fünf Monate nach der Sendung im Audio-on-Demand-Angebot des dlf nachhören.