1. August 2012, dlf, 10.10 Uhr: Privatisierte Unikliniken. Droht in Gießen-Marburg das Scheitern?

Über 30% der Kliniken in Deutschland sind bereits privatisiert. Die aktuelle IGeL-Diskussion zeigt, dass die Kommerzialisierung der Gesundheitsversorgung auch in den Arztpraxen unaufhaltsam voran schreitet. Längst ist die 2-Klassen-Medizin bittere Realität für all diejenigen, die sich Gesundheit nicht mehr leisten können. Besonders dramatisch ist die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, der auch vom Kliniksterben besonders stark betroffen ist. Besonders paradox ist die Situation in Kurorten. Neben den normalen Kurpatienten stehen die Kurkliniken nur kranken, ortsansässigen Personen offen, soweit diese privatversichert sind.

Journal am Vormittag – Länderzeit: Privatisierte Unikliniken. Droht in Gießen-Marburg das Scheitern?
live aus dem Uniklinikum Gießen

Gesprächspartner:
– Eva Kühne-Hörmann
– Martin Menger
– Prof. Hans-Peter Howaldt
– Rüdiger Strehl
– Marita Kruckewitt
– Dr.Ursula Stüwe
– Jutta Rippegather

s. auch die swr2-Radio-Sendung vom Mittwoch, 11.7. | 17.05 Uhr

Der rentable Patient –  Welche Folgen hat die Privatisierung von Krankenhäusern?

Es diskutieren:
Dr. Boris Augurzky, Gesundheitsökonom, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen
Dr. Ulrich Clever, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg
Dr. Stefan Etgeton, Gesundheitsexperte der Bertelsmann-Stiftung
Gesprächsleitung: Eggert Blum

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dlr, 31. Juli, 19.07 Uhr: Der Herr der Kanalisation – James Hobrecht

Der Herr der Kanalisation

Denkmalpflegerin Gabriele Dolff-Bonekämper über den Stadtplaner James Hobrecht

Gabriele Dolff-Bonekämper im Gespräch mit Anke Schaefer

James Hobrecht wurde in der der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einem Bebauungsplan für Berlin beauftragt. Ihm hat die Hauptstadt unter anderem ihr verzweigtes Kanalnetz zu verdanken. Gabriele Dolff-Bonekämper, Stadtplanerin an der TU Berlin, würdigt Hobrechts Plan, der vor 150 Jahren in Kraft trat.

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BERLINER MORGENPOST (17.7.2012): Nußbaum dämpft Hoffnung auf niedrige Wasserpreise. Von Joachim Fahrun

17.07.12

Rückkauf beschlossen

Nußbaum dämpft Hoffnung auf niedrige Wasserpreise

Der Senat hat den Wasser-Rückkauf beschlossen. Wie stark die Tarife sinken, bleibt offen. Der Finanzsenator sieht nur einen kleinen Puffer.

Von Joachim Fahrun

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Kommentar Wasserbürger: Wen wundert’s? Ein Rückkauf unter den Bedingungen des Konsortialvertrages fällt viel zu teuer aus. Um genau eine überteuerte Rekommunalisierung zu verhindern, müssen die Verträge gerichtlich angefochten werden. Erst wenn die Nichtigkeit der Verträge gerichtlich festgestellt ist, ist der Weg frei für eine kostengünstige Rekommunalisierung. Denn dann können die teuren Kostenstellen der Teilprivatisierungsverträge unter den Tisch fallen und müssen nicht berücksichtigt werden. Ist das so schwer zu verstehen? Es geht hierbei immerhin um haushaltspolitische Entlastungseffekte in Höhe von 600 Mio. €. Für den gegenwärtigen ausgehandelten Rückkaufpreis in Höhe von 650 Mio. € )inkl. Nebenkosten) der RWE-Anteile bedeutet das: Der Senat hätte im Fall des RWE-Deals über 300 Mio. € sparen können, wenn er sich ernsthaft um eine Vertragsanfechtung bemüht hätte.

Alternativen zur Privatisierung des Konsums: Tauschen statt kaufen

In der dlf-Reihe „Marktplatz“ werden an jedem Donnerstag vormittag zwischen 10.10 Uhr und 11.30 Uhr gesellschaftsrelevante Themen mit Sachverständigen diskutiert. Am 19. Juli wurde folgendes Thema diskutiert:

Tauschen statt kaufen

Weniger Konsum für mehr Umweltschutz

Moderation: Britta Fecke

Babybett, Pflanzen, Klamotten, Häuser – nicht jeder muss alles besitzen, wenn er es nur für kurze Zeit braucht. Der neue Trend heißt: Tauschen.

Laut eBay liegt auf deutschen Dachböden ungenutzter Hausrat im Wert von 35,5 Milliarden Euro. Wozu all die Dinge wegwerfen, wenn sie woanders noch gebraucht werden?

Neue Netzwerke entstehen, auch Fachwissen kann getauscht werden. Sind wir auf dem Weg von der Weg-Werf- zur Tausch-Gesellschaft? Entsteht in Deutschland eine neue Solidarität? Wie finde ich das richtige Tauschforum und welche Werte werden „gehandelt“? Wo beginnen kommerzielle Nutzung und die Steuerpflicht? Diese und andere Fragen klärt Britta Fecke im Markplatz mit Experten.

Studiogäste heute waren:

Babak Ghanadian, Mitbegründer von Niriu – virtueller Stadtteiltreff, Hamburg

Michael Minis, Dipl.-Ing., Technologie Park Herzogenrath
Geschäftsführer der tamyca GmbH

Michaela Zinke, Verbraucherzentrale Bundesverband, Berlin
Verbraucherrechte in der digitalen Welt

Tauschen ohne Geld – eine kostenlose Tauschbörse

18.7.2012, 7.50 Uhr, dlr: Trend zur Rekommunalisierung – dlr-Interview mit Gerd Landsberg

dlr- Interview mit Gerd Landsberg, dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindesbundes, anlässlich des Rückkaufs der Wasserbetriebe durch die Stadt Berlin

Städte- und Gemeindebund: Rückkauf der Berliner Wasserbetriebe ist „nachvollziehbar“

Gerd Landsberg im Gespräch mit Nana Brink

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, hält die Entscheidung des Berliner Senats, die teilprivatisierten Wasserbetriebe zurückzukaufen, für verständlich. Gerade beim Wasser seien die Bürger „ausgesprochen empfindsam“.

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