Veranstaltungsreihe „Entfesselter Kapitalismus und Alternativen“

Das Ökumenische Zentrum für Friedens-, Umwelt- und Eine-Welt-Arbeit e.V.
(Wilmersdorfer Str. 163) lädt alle Interessierten zu folgender Vortragsreihe (mit anschließender Diskussion) ein:

Donnerstag, 18. Oktober, 19:00 Uhr: Prof.Dr.Gustav Horn, Institut für
Makroökonomie u. Konjunkturforschung, Hans-Böckler-Stiftung des DGB,
Düsseldorf „Entfesselter Kapitalismus und Alternativen“

Donnerstag, 22. November, 19:00 Uhr: Silke Helfrich, Publizistin der
Commons-Bewegung Leipzig, „Entfesselter Kapitalismus und Alternativen“

Freitag, 14. Dezember, 19:00 Uhr: Prof.Dr.Rudolf Hickel (Alternativer
Wirtschaftsweiser Memorandum- Gruppe) Universität Bremen, „Entfesselter
Kapitalismus und Alternativen“

Die Veranstaltungsreihe findet in der Wilmersdorfer Str. 163 (Berlin-Charlottenburg) statt.

 

Mo, 15.10., 19.30 Uhr, Urania: Harald Welzer „Mann kann ja doch nichts machen“ war gestern – Geschichten vom guten Umgang mit der Welt

Mo, 15.10., 19.30 Uhr, Urania: Harald Welzer „Mann kann ja doch nichts machen“ war gestern – Geschichten vom guten Umgang mit der Welt

  • Prof. Dr. Harald Welzer, Professor für Transformationsdesign und -vermittlung, Universität Flensburg und Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunfsfähigkeit, Berlin
Sehr viele Menschen haben das Gefühl, gegen die großen Krisen unserer Zeit nichts unternehmen zu können. Auch deshalb braucht das 21. Jahrhundert Visionen bzw. Geschichten von besseren Lebensstilen und über eine gelingende Zukunft. Und davon gibt es erstaunlich viele – von verantwortungsbewussten Unternehmern, kreativen Schulleitungen, studentischen Start-ups und Menschen, die ihre Handlungsspielräume nutzen, um wegweisende und nachhaltige ökonomische Strategien und Lebensstile zu entwickeln. Prof. Welzer hat solche erfolgreichen Beispiele im „FUTURZWEI Zukunftsalmanach“ zusammengetragen – diskutieren Sie mit ihm, wie Gegenentwürfe zur Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung in Gestalt von nachhaltigen Unternehmenskulturen verwirklicht werden können!
Eintritt

Normalpreis: 6,00 €, ermäßigt: 5,00 €, Urania-Mitglieder: 3,50 €

5.10.2012, ZDF-Magazin „Hallo Deutschland“: Unterwegs mit dem Sperrkassierer

Von Jahr zu Jahr steigt in Berlin die Zahl von Hausbesitzern, die ihre Wasserechung nicht bezahlen können. Bis zu 50 Einsätzen die Woche unternimmt einer der 5 Sperrkassierer der Berliner Wasserbetriebe. Wer die säumige Wasserrechnung nicht bezahlen kann, dem wird das Wasser abgedreht. Nachdem der Länderspiegel und der MDR über diese beängstigende Entwicklung berichtet hatten, hat auch „Hallo Deutschland“ das Thema aufgegriffen. Unter diesem LINK können Sie die Kurz-Reportage ansehen.

8.12.2012, 22.45 Uhr, ARD: Macht und Marionette – Wie ein Banker einen Politiker steuert von Georg Weisenberger und Alexander Göbel

8.12.2012, 22.45 Uhr, ARD:
Macht und Marionette – Wie ein Banker einen Politiker steuert
von Georg Weisenberger und Alexander Göbel

Zwei Duz-Freunde wittern das große Geschäft; doch es endet im Desaster. Baden-Württembergs damaliger Ministerpräsident Stefan Mappus und der Investmentbanker Dirk Notheis zogen einen Milliarden-Deal durch, den Rückkauf von Anteilen des EnBW vom französischen Energie-Konzern Edf.

Bizarre E-Mails, die den Ministerpräsidenten wie eine Marionette des Investmentbankers erscheinen lassen, hektische Eile, mangelnde Kontrolle – Begleitumstände des Deals, mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft. Es geht um Untreue. Georg Weisenberger und Alexander Göbel zeichnen nach, wie leichtsinnig Ministerpräsident und Banker mit Steuergeldern umgingen.

Und was eine Männerfreundschaft in der Politik „richten“ kann. Welche Mechanismen haben versagt?
Der Film liefert einen verblüffenden Blick hinter die Kulissen der Macht. Und die Nähe zwischen Wirtschaft und Politik.

Film von Georg Weisenberger und Alexander Göbel

7.10.2012, 12.00, Schaubühne: Colin Crouch »Postdemokratie: Ist die Demokratie am Ende oder nur die Verkrustung, die sie gelähmt hat?«

»Streitraum« »Postdemokratie: Ist die Demokratie am Ende oder nur die Verkrustung, die sie gelähmt hat?« 

Colin Crouch im Gespräch mit Carolin Emcke
am Sonntag, d. 7.10.2012, 12 Uhr in der Schaubühne am Lehniner Platz (Kurfürstendamm 153)

Seit Colin Crouchs Thesen zur Postdemokratie schwelt die Debatte um den Legitimationsverlust der klassischen repräsentativen Demokratie. Bedeutet die Diagnose von der Krise der Institutionen ein Versprechen auf Re-Politisierung der Gesellschaft, der zivilgesellschaftlichen Akteure? Oder besteht die Demokratie nur noch aus der formalen Hülle ihrer Institutionen, die durch eine elitäre Kultur von Experten ersetzt wurde? Gerade in der Finanzkrise scheint der Mangel demokratischer Verständigungsprozesse im eiligen Tempo marktförmiger Entscheidungen der politischen Akteure besonders eklatant. 

Liegt in der postdemokratischen Phase eine Wiederbelebung der demokratischen Intuitionen, die sich nur in anderen Genres des politischen Engagements äußern? Wenn es stimmt, dass wir im Moment eine doppelte Krise der Repräsentation erleben, eine der parlamentarischen Demokratie und ihrer Partei-Politik und andererseits der Medien, die sie kritisch begleiten und hinterfragen sollen, dann muss sich der Streitraum auch mit der Frage nach dem Ort und der Sprache gesellschaftlicher Selbstverständigung beschäftigen: Welche anderen Sprachen der Vermittlung könnten das sein, über die sich soziale Bewegungen oder bislang eher ausgeschlossene Milieus artikulieren können? Welche Rolle spielen dabei Theater, Film und Social Media? Wie wirkt sich der Strukturwandel der Öffentlichkeit auf die Chancen demokratischer Veränderungen aus?

Colin Crouch wurde 1944 geboren. Soziologiestudium an der London School of Economics and Political Science. 1975 Doktor der Philosophie an der Oxford University. Von 1972–2004 lehrte er u. a. an der Oxford University und am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Seit 1997 ist er Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung und seit 2005 Leiter des Institute of Governance and PublicManagement an der Warwick Business School. Er ist Mitglied der BritishAcademy. Zu seinen Publikationen zählen u. a. »Postdemokratie« (2008) und »Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus: Postdemokratie II« (2011), wofür er 2012 den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung erhielt.

Der Streitraum will sich in der Spielzeit 2012/13 den systematisch-philosophischen Fragen stellen, die seit den Publikationen von Colin Crouch und Jacques Rancière den europäischen Diskurs bewegen. Wie immer werden jedoch auch Künstler und Filmemacher eingeladen, mit anderen Mitteln und Formen der Auseinandersetzung unsere Gesprächsreihe zu bereichern. Gezeigt und verhandelt werden sollen Videos, Filme und Performances neben philosophisch-soziologischen Analysen und Theorien.

Moderiert wird der Streitraum seit 2004 von der Publizistin Carolin Emcke. www.carolin-emcke.de

Der Streitraum ist eine Veranstaltung der Schaubühne am Lehniner Platz und der Bundeszentrale für politische Bildung. www.bpb.de