Archiv des Autors: Thomas Rudek
7.11.2012, 22.15 Uhr, rbb Klartext: Eisenoxyd und Sulfat bedrohen Berliner Trinkwasser
Eisenoxyd und Sulfat aus stillgelegten Braunkohletagebau bedrohen auch das Berliner Trinkwasser. Auch dieses Beispiel zeigt, dass dem Umwelt- und Gewässrschutz höhere Prioritäten beizumessen sind, als der privaten Gewinnerzielung.
16.11.2012, 19 Uhr: Werner Rügemer zum Thema „Rating-Agenturen“ in der Ladengalerie der jungen welt
Rating-Agenturen – Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart in der Ladengalerie der Tageszeitung junge welt in der Torstraße 6, 10119 Berlin (Nähe Rosa-Luxemburg-Platz).
Buchvorstellung mit dem Autor Werner Rügemer
Wer steckt eigentlich hinter den Rating-Agenturen, von denen im Zuge der Finanzkrise so oft die Rede ist? Und nach welchen Kriterien arbeiten sie?
In diesem Buch wird zum ersten Mal die Eigentümerstruktur der drei großen Agenturen offengelegt: Es handelt sich dabei um die größten Hedge- und Investmentfonds, die aus der hohen und dauerhaften Verschuldung von Unternehmen, Staaten und Konsumenten Gewinn ziehen. Ein Blick auf die Praxis der Rating-Agenturen zeigt: Ihre Macht gewinnen sie durch ihre Eigentümer, aber auch durch die staatlich und überstaatlich erteilte Wächterfunktion. Sie sind mit Fonds, Banken, Staaten, Zentralbanken, Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds Teil der gegenwärtigen Kapitalmacht.
Moderation: Andreas Hüllinghorst (jW)
Eintritt: 5,00 € / Ermäßigt: 3,00€
16.11.2012, Beginn 19:00 Uhr
31.10.2012, 22.25 Uhr, 3Sat: Im Dienst der Wirtschaftsmafia – ein Paradebeispiel für die (neoliberale) Stimmungsmache empörter Wutbürger
Im Dienst der Wirtschaftsmafia
(Apology of an Economic Hit Man)
Ein Geheimagent packt aus
Dokumentarfilm von Stelios Koul, USA 2008
Länge: 90 Minuten
John Perkins war ein „Economic Hit Man“, ein Wirtschaftskiller. Seine Aufgabe war es, Entwicklungsländer zu besuchen und den Machthabern überteuerte Großprojekte zu verkaufen, die sie in wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA brachten. John Perkins wurde von einer internationalen „Beratungsfirma“ im Auftrag der National Security Agency (NSA) als Geheimagent entdeckt und ausgebildet. Nach zwölf Jahren stieg er aus. Weitere zwei Jahrzehnte später hatte er den Mut, auszupacken. Auslöser dafür war die Frage „Warum hassen sie uns so?“, die Präsident George W. Bush nach den Anschlägen am 11. September 2001 gestellt hatte. Heute leitet John Perkins die Organisation „Dream Change Coalition“, die zusammen mit den indigenen Völkern Südamerikas deren Umwelt und Kulturen zu schützen versucht.
Der Dokumentarfilm „Im Dienst der Wirtschaftsmafia – Ein Geheimagent packt aus“ von Stelios Koul begleitet den ehemaligen Agenten Perkins bei seinem Versuch, mit sich selbst ins Reine zu kommen, sich in öffentlichen Debatten für seine Aktionen im Staatsauftrag zu entschuldigen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Der Film liefert dabei spannende Einblicke in das Netz der modernen Wirtschaftsmafia.
(ORF)
26.10.2012, dlf, 14.35 Uhr: Ausverkauf des Wissens verhindern Von Claudia van Laak
Auch die Universitäten entdecken die Informationsfreiheit für sich und setzen auf Transparenz. Doch ob ein Verhaltenskodex ausreicht, um den Einfluß privater Drittmittelgeber in den Griff zu kriegen?
Ausverkauf des Wissens verhindern
TH Berlin regelt den Umgang mit Geldgebern neu
Weitere Links zu der Problematik bei dradio.de:
- Am Tropf der Sponsoren (Hintergrund)
- Diese Vorlesung wurde Ihnen präsentiert von … (Campus & Karriere)
- Das Tischtuch ist zerschnitten (Campus & Karriere)
- Sponsoring für Forschung (Campus & Karriere)
- Leitlinien für erfolgreiches Sponsoring (Campus & Karriere)
Von Claudia van Laak
Während die Grundfinanzierung der Universitäten durch die Länder eher stagniert, steigt der Anteil privater Geldgeber. Und es steigt die Zahl derer, die das problematisch finden. Die Technische Universität Berlin hat jetzt reagiert und sich einen Verhaltenskodex gegeben.
Berlins Technische Universität ist stolz auf sich – in den letzten sechs Jahren ist es der TU gelungen, ihre Drittmittel zu verdoppeln. Im bundesweiten Ranking steht sie jetzt auf Platz 4. Das bedeutet auch, der Überblick über mehrere Hundert Kooperationsverträge droht verloren zu gehen. Deshalb jetzt der Verhaltenskodex, sagt TU Präsident Jörg Steinbach.
„Ich glaube, es war ein Gebot der Zeit, transparent mit den Verträgen, die man mit der Wirtschaft als Universität abschließt, umzugehen.“
Im letzten Jahr hatte Jörg Steinbach Prügel einstecken müssen für einen Vertrag von TU und Humboldt Uni mit der Deutschen Bank, der mittlerweile ausgelaufen ist. Die von der Deutschen Bank finanzierten Stiftungsprofessuren durften nur im Einvernehmen mit dem Unternehmen besetzt werden – eine unübliche und unzulässige Einflussnahme. Außerdem sah der Vertrag vor, dass die Deutsche Bank auf dem Campus unentgeltlich um neue Mitarbeiter werben und sogar die Hauspost der Uni dafür nutzen durfte. So einen Vertrag würde ich heute nicht mehr unterschreiben, gibt sich der Präsident der Berliner TU selbstkritisch…
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