30.11.2012, 11.35 Uhr, dlf: Düngemittelhersteller leitet Abwasser in die Werra von Maike Brathge

Düngemittelhersteller leitet Abwasser in die Werra

K+S erhält für diese Entsorgung die Genehmigung bis 2020

Von Maike Brathge

Der Düngemittelhersteller Kali und Salz darf auch künftig seine salzhaltigen Abwässer in der Werra entsorgen. Das hat das Regierungspräsidium Kassel in Hessen bekannt gegeben. Es muss noch entschieden werden, wie hoch der Salzgehalt sein darf. Über den richtigen Grenzwert gibt es Streit.

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Update (1) 26.11.2012, 19:30 Uhr, dlr: Wetten, dass … ? Agrarrohstoffe als Finanzprodukte von Caroline Nokel

Wetten, dass … ?
Agrarrohstoffe als Finanzprodukte
Von Caroline Nokel

„Agrarrohstoffe sind begehrte Spekulationsobjekte, seit es zum Beispiel mit Immobilien nicht mehr so gut läuft. Nichtregierungsorganisationen werfen Banken, Versicherungen und Anlegern vor, damit die Nahrungsmittelpreise in die Höhe zu treiben. Der Faktor Spekulation sei gar nicht so einflussreich, halten Befürworter dagegen und es sei eben alles eine Sache von Angebot und Nachfrage. Schließlich stellt sich ja auch irgendwann eine Preissenkung ein. Doch bis dahin sind Menschen verhungert, Bauern insolvent und Böden verschachert. Dennoch wetten auch in Deutschland Anleger weiter auf den Preis von Weizen und Mais.“

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UPDATE! 16.02.2010, dlf, 9.10 Uhr: Massenmord in Großbritannien: Heizen oder hungern – zwischen 20 und 40TAUSEND Kältetote von Ruth Rach

Bronchitis, Lungenentzündungen, Herzinfarkt, Grippe und andere Krankheiten nehmen bei Kälteeinbruch zu und verlaufen häufig tödlich. Nach Berechnungen des britischen Wetteramtes und einer Ärzteorganisation starben in der Woche vor Weihnachten des Jahres 2003 in Großbritannien allein 2500 Menschen infolge des Kälteeinbruchs (s. Spiegel-online). Auch sieben Jahre später hat sich nach einer Reportage des dlf nichts verändert, so dass wir aus Anlaß der Debatte um die steigenden Energiekosten an diese dlf-Reportage aus dem Jahr 2010 erinnern. Nicht nur, dass die Energieversorger von Armut betroffene Menschen für „ihre“ Münzkästen besonders hohe Preise – unter dem Stichwort Mehraufwand – abpressen. Die Betroffenen und vor allem ältere Menschen können sich kaum noch das Heizen leisten. Hinzu kommt, dass die Wohnungen der Ärmsten schlecht isoliert sind. Die drammatischen Folgen zeigen, dass die Privatisierung der Energieversorgung und die Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung Hand in Hand gehen und gemeinsam für den Massenmord an der Bevölkerung verantwortlich sind. Um diese Mißstände offensiv zu bekämpfen, bedarf es einer konsequenten Enteignung der Energiekonzerne und eines sozial ausgleichenden Tarifsystems.

„Yvonne Doyle vom britischen Gesundheitsministerium:
„Die genauen Zahlen für dieses Jahr kennen wir noch nicht, aber wir müssen mit 20 bis 40.000 zusätzlichen Todesfällen rechnen. Schon im letzten Jahr hatten wir auf der Insel mehrere ungewöhnliche Kälteeinbrüche – auch da lag die Zahl der Opfer deutlich höher.““

Heizen oder hungern

Großbritannien kämpft gegen kältebedingte Armut

Von Ruth Rach

Fast jeder vierte britische Haushalt muss mehr als zehn Prozent seines Einkommens für Strom und Gas ausgeben. Seit Jahren bekommt die Regierung diese sogenannte Energiearmut nicht in den Griff.

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Sollte dieser Radiolink der Zensur zum Opfer fallen, werden wir den ganzen Text dieser Reportage ins Netz stellen!

24.11.2012, dlf, 13.05 Uhr: Peru – Zwischen Wassermafia und Wasserwerk von Naomi Conrad

Ein Blick über den europäischen Tellerrand hinaus verschärft die Einsicht, wie sinnvoll und notwendig es ist, den Kampf für eine Wasserversorgung, durch die den ärmsten Menschen in dieser Welt der kostenlose Zugang zu diesem Grundnahrungsmittel gewärhelistet wird, zu unterstützen! Knapp einen Euro müssen dort die Menschen für einen Liter Trinkwasser zahlen… Doch hören Sie, oder lesen Sie, diese äußerst hörenswerte Reportage von Naomi Conrad bitte selbst.

Wasser für alle

Das Programm „agua para todos“ soll die peruanische Bevölkerung versorgen

Von Naomi Conrad

„In Peru müssen viele Arme überhöhte Preise an die Wassermafia zahlen. Mit dem Grundbedürfnis werden Profite gemacht. Die staatliche Wasserbehörde will dem entgegensteuern und nun innerhalb von drei Jahren alle Bewohner mit Wasser versorgen…“

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Europa heute (dlf): Widerstand gegen Privatisierungen in Griechenland

Es gibt nichts dümmeres, als in Krisenzeiten das Tafelsilber weit unter Wert zu verscherbeln. Aus der Vielzahl von Reportagen über Griechenlands zweifelhaftes Privatisierungsprogramm sei beispielhaft auf zwei aktuelle Berichte verwiesen, die in der dlf-Sendereihe „Europa heute“ kürzlich ausgestrahlt wurden. Tiefer in die Problematik führt die 20minütige Hintergrundsendung „Tafelsilber zum Schleuderpreis – Griechenlands umstrittenes Privatisierungsprogramm“ von Thomas Bormann ein.

Hintergrund: Tafelsilber zum Schleuderpreis

Griechenlands umstrittenes Privatisierungsprogramm

Von Thomas Bormann

Athens Regierung setzt voll auf Privatisierung, um die leere Staatskasse zu füllen. Investoren sollen unter anderem die griechische Eisenbahn oder Häfen der Touristen-Inseln kaufen. Opposition und Gewerkschaften jedoch sprechen von einem drohenden Ausverkauf Griechenlands und befürchten Massenentlassungen.

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Athen verscherbelt sein Tafelsilber

Privatisierungen in Griechenland sollen Einnahmen bringen

Von Thomas Bormann

Ob Eisenbahn, Elektrizitätswerk oder gleich ganze Inseln: Griechenlands Regierung sucht zu privatisieren, was zu privatisieren geht. Elf Milliarden Euro soll das bringen. Angesichts 300 Milliarden Euro Schulden ein Tropfen auf dem heißen Stein – und nichts, was den Bürgern gefällt.

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Personalabbau in Griechenlands öffentlichem Dienst

Bürgermeister wehren sich gegen Forderungen der Troika

Von Anna Koktsidou

Während es in Griechenland im privaten Sektor bereits viele Entlassungen gab, blieb der öffentliche Dienst bislang verschont. Damit ist es nun vorbei: Bis Ende des Jahres will die Regierung in Athen 2000 kommunale Beamte zunächst freistellen – und dann entlassen. Doch in den Rathäusern regt sich Widerstand.

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