19.03.2013, 18:00 Uhr, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften: Ulla Burchardt: Braucht das Parlament den Rat der Wissenschaft?

Ulla Burchardt: Braucht das Parlament den Rat der Wissenschaft? – Wie kann Wissenschaft nutzen? Innenansichten einer spannungsreichen Beziehung

Wissenschaft ist auf Politik angewiesen und das politische System kann nicht mehr ohne Wissenschaft auskommen. Wenn hier also gewissermaßen der Elfenbeinturm auf die Umgehungsstraße trifft, dann setzt das Lernfähigkeit und gegenseitigen Respekt voraus.

Die Wissenschaft kann den Abgeordneten bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben helfen. Wesentliche Bedingungen hierfür sind Unabhängigkeit und Qualität der wissenschaftlichen Expertise. Entscheidend ist auch die Frage der Organisation. Im Bundestag gibt es mit dem Büro für Technikfolgenabschätzung (TAB) dazu eine Institution mit Modellcharakter. Die Initiative zur Gründung dieser unabhängigen Beratungskapazität kam aus dem Parlament.

Veranstaltungszeitraum: 19.03.2013    18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal,
Jägerstrasse 22/23, 10117 Berlin

14.3.2013, Abgeordnetenhaus von Berlin, 17.30 Uhr: Privatisierungsbremse für Berlin

Wie sollte eine Privatisierungsbremse für die Berliner Verfassung aussehen?

In den vergangenen 20 Jahren haben deutsche Kommunen und Bundesländer vieles privatisiert: Stromversorger, Schwimmbäder, Wasserbetriebe sind nur einige Beispiele. Die einmaligen Einnahmen für die öffentlichen Haushalte wurden mit politischem Gestaltungsverlust und oftmals steigenden Preisen für die Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlt. Und auch wenn der Trend jetzt wieder hin zu mehr kommunalem Eigentum geht, ist doch zu fragen, wie sich in Zukunft Privatisierungswellen verhindern lassen.

Wir laden ein zur Diskussion über die Verankerung einer Privatisierungsbremse in der Berliner Verfassung.

17.30 Uhr
Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, Raum 311

Podiumsdiskussion

Mit

  • Jan Stöß
    Landesvorsitzender der SPD Berlin
  • Klaus-Dieter Schwettscher
    ver.di Hamburg
  • Michael Efler
    Mehr Demokratie e. V.
  • Harald Wolf
    Sprecher der Fraktion für Energie und Rekommunalisierung

Moderation: Klaus Lederer, Sprecher der Fraktion für Recht und Verbraucherschutz

Anmeldung erbeten bis 11.3. bei Malte Krückels krueckels@linksfraktion-berlin.de

3.3.3013, 20:05 Uhr, dlf: Der Bohème-Faktor Oder: das Recht auf Stadt. Von Nina Hellenkemper

Der Bohème-Faktor

Oder: das Recht auf Stadt

Von Nina Hellenkemper

Der Aufstieg der kreativen Klasse wird die Welt verändern, sagt der US-Ökonom Richard Florida. Eine Transformation, die er für dramatischer hält als den Übergang vom Agraralter ins industrielle Zeitalter. Nur diejenigen Städte werden weiter wachsen, die die Kreativen anziehen.

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2.3.2013, 11:50 Uhr, dlr: Propaganda mit Rechenfehler Über die Unlogik des Wasserverbrauchs pro Rind. Von Udo Pollmer

Propaganda mit Rechenfehler

Über die Unlogik des Wasserverbrauchs pro Rind

Von Udo Pollmer

Umweltverbände fordern, der Verbraucher solle wasserbewusst einkaufen und sich etwa klarmachen, wie viel sogenanntes virtuelles Nass angeblich durch jedes Kilo Rindfleisch verbraucht werde. Warum die angestellten Wasserrechnungen Unfug sind, erklärt Udo Pollmer.

„… Ein Bulle liefert etwa 500 Kilo. Mit je 15.000 Liter Wasser multipliziert, ergibt das aberwitzige siebeneinhalb Millionen Liter pro Tier. Aber da fehlt noch etwas. Denn ein Rind liefert auch Leder. Laut Ökoexpertise verbraucht ein Paar Lederschuhe nochmals 8.000 Liter Wasser – weil auch hierfür ein Rind trinkt, frisst und pisst. Bei den zig Paar Schuhen, die sich pro Rind fertigen lassen, dem Horn und anderen nützlichen Dingen, die es liefert, ergibt das zusammen mit dem Fleisch einen Gesamtwasserbedarf von rund 10 Millionen Liter Wasser. Und dabei fehlt immer noch bei den weiblichen Tieren der Verbrauch für die viele Milch, die sie jeden Tag liefern. Die Kuh – ein Fass ohne Boden. Doch die Umweltorganisationen künden auch Erfreuliches: Mit dem Wasser für ein Kilo Rindsgulasch oder für zwei Paar Schuhe ließe sich ein kompletter Kleinwagen fertigen. Alle diese „Zahlen“ der Umweltschützer gehen auf keine Kuhhaut.

Was für den Acker gilt, gilt auch im Haushalt. Das Wasser, das wir beim Duschen „verbrauchen“, geht nicht verloren. Wenn die WC-Spülung rauscht, fließt das Abwasser über die Kanalisation in die Kläranlage, wird dort gereinigt und wieder in die Gewässer geleitet. Aus denen wird andernorts Wasser entnommen, aufbereitet und als Trinkwasser verwendet. Immer wieder. Es löst sich kein Wasser in Nichts auf. Und es wird auch nicht verbraucht wie Erdöl, Teddybären oder Klopapier. Die Fähigkeit, Wasser zu klären und aufzubereiten ist eine der größten technischen Errungenschaften der Menschheit. Wasser kann sooft recycelt werden, wie man will. Ohne diese Technik gäbe es keine moderne Zivilisation.

Doch die Deutschen sparen Wasser. Wie zum Hohn steigt im Sommer der Mief aus den Kanaldeckeln, weil die Abwasserkanäle nicht mehr richtig gespült werden. Nun pumpen die Stadtwerke frisches Wasser hinein. Allein in Berlin rauschen an manchen Tagen bis zu einer halben Million – nicht Liter – einer halben Million Kubikmeter frisches, sauberes Wasser durch die Kanalisation. Es stinkt zum Himmel!
Mahlzeit!“

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4.3.2013, 16.35 Uhr, dlf: Mit UV-Strahlung gegen Schadstoffe. Neue Methode fischt Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser. Von Volker Mrasek

Mit UV-Strahlung gegen Schadstoffe

Neue Methode fischt Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser

Von Volker Mrasek

Einige durch Medikamente verursachte Schadstoffe in unseren Gewässern sind so hartnäckig, dass sie die Reinigung durch die Kläranlage unbeschadet überstehen. Nun hoffen Forscher, eine praktikable und bezahlbare Lösung für dieses Problem anbieten zu können.

Wenn Kläranlagen künftig auch Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser fischen sollen, dann stehen dafür im Prinzip schon Technologien bereit. Etwa Aktivkohle-Filter, wie sie in vielen Wasserwerken zum Einsatz kommen. Oder die Behandlung des Abwassers mit Ozon. Optimal seien diese Verfahren jedoch nicht, sagt der Physiker Jürgen Hofinger.

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